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CS Fides wie 1997

Daniel Niklaus von der Appenzeller Agentur netlive (wer genau hinschaut, entdeckt etwas versteckt sein Foto auf der netlive-Homepage) behauptet (bzw. behauptete vor drei Jahren bei unserem gemeinsamen iEX-Seminar), er würde einer Website ansehen, in welchem Jahr sie gemacht wurde. Das fand ich immer sehr plausibel, denn ich denke, dass man das wirklich mehr oder weniger kann. Das hat nicht so sehr etwas mit Moden zu tun wie etwa bei Rocklängen oder Krawattenbreiten (die mangels Alternativen immer wieder alternieren müssen), sondern ist eher wie beim Auto: Man sieht den Fortschritt von Technik und Design, deswegen sieht ein Auto von 1980 einfach nicht mehr ganz zeitgemäss aus.

Umso mehr verwundert es, wenn man eine Website sieht, die neu ist und alt aussieht. Heute wieder passiert, nachdem ich im Werbewoche-Newsletter diese Meldung sah:

Grey entwickelt neuen Auftritt für Credit Suisse Fides

Die Werbeagentur Grey hat im Zuge des CI/CD-Wechsels der Credit Suisse auch den Auftritt der Tochter Credit Suisse Fides überarbeitet. So soll z.B. die neue Unternehmensliteratur Ausdruck der neuen strategischen Ausrichtung der Credit Suisse sein, aber auch die Qualitäten des eigenständigen Unternehmens widerspiegeln, heisst es in einer Mitteilung. Grey hat das Firmenportrait sowie das Quaterly, welches die Kunden vierteljährlich über die Markttrends informieren soll, neu gestaltet. Die Publikation erscheint nun im Magazin-Charakter, weitere Massnahmen und Firmenpublikationen sind in Arbeit. Grey ist seit über 10 Jahren für den weltweiten Auftritt der Credit Suisse Fides verantwortlich.

> http://www.grey.ch

> http://www.csfides.ch

OK, also mal nachgeschaut bei www.csfides.ch. Erst kommt so eine doofe Länderauswahl, gut, das muss man wohl machen, auch wenn es nervig ist. Aber dann kommt noch eine nutzlose Splash Page:

Das kann doch nicht im Ernst schon die neue Site sein, oder? Aber selbst wenn es noch die Version davor wäre, man weiss nicht genau, was hier am peinlichsten ist: Die handgestrickte Animation, dass es nach derselben nicht irgendwie weitergeht oder der Tag “Klicken Sie hier, um dieses Steuerelement zu verwenden”, was gar nicht stimmt, sondern man muss unten auf eine der Sprachen klicken, wovon die Gestaltung der Seite aber ablenkt.

Welche Seite von den folgenden man sich aussucht, um sich die Haare zu raufen, ist eigentlich egal. Nehmen wir mal die Seite Porträt / Zürich & Lausanne” (leider nicht verlinkbar, siehe unten):

Man weiss gar nicht, wo man anfangen soll:

  • Dem Dreispaltensatz mit den Textkästen oben sieht man seinen Ursprung im Printdesign von weitem an.
  • Die Texte sind völlig ungeeignet fürs Web.
  • Die GIFs oben (Servicenavigation, Textkasten “Stabilität, Arbeitsfriede…”) sind handwerklich dilettantisch gemacht und sehen sehr pixelig aus.
  • Die Links “back” und “next” unten linken völlig willkürlich irgendwohin.
  • Die URL /113.html ist nicht sprechend und damit auch nicht suchmaschinenfreundlich. Und man ist nicht mal auf Seite 113, denn das ganze ist noch mit Frames gemacht, und wir sind in Wirklichkeit auf Seite /31.html

Um auf Daniel Niklaus zurückzukommen: Wenn das der Auftritt der CS Fides von 1997 ist (Gründung laut Seite Geschichte), nun ja, dann ist es zumindest nachvollziehbar, dass es damals so aussah, aber dann hätten sie einfach früher mal was Neues machen müssen. Wenn das von 2000 ist, wie der html-Code nahelegt (“author: © 2000 argonauts ag”), muss man sagen, damals wusste man doch schon einiges besser in Sachen Frames etc. Irgendwas geschraubt haben müssen sie ja sowieso Anfang 2006, denn das neue CS-Logo (zu dem ich gerade noch coole Polemiken gefunden habe) ist ja drin. Der etwas lustige Copyright-Hinweis “2005-2007″ hilft auch nicht weiter.

Wenn das dagegen tatsächlich der neue Auftritt ist… aber nein, das kann nicht sein. Ich schau morgen nochmal.


Swisscom Mobile und der vierdimensionale Tarifwürfel

Ähm, sorry, das ist jetzt kein Selbstverlinktrick, sondern ich hatte versehentlich mit dem Client w.bloggar (bei dem man den Blog einfach über ein Auswahlfeld wählen kann) hierher gepostet statt zu neuerdings.com. Wollte aber hier nicht löschen, denn das wäre nicht medienkonform, wenn der Link schon raus ist.

Bei neuerdings.com steht der ganze Beitrag.


Bericht zur Lage der Pendler-Nation

Das andere Schnee-Foto:

15 cm Neuschnee in St. Gallen. Keine Räumfahrzeuge in Sicht.

20 Minuten hat es noch nicht bis in die Boxen geschafft. Der Pendler im Zug liest wieder “Blick”.

Update aus Wil: Hier hat jeder Pendler sein Exemplar “20 Minuten” in der Hand. Die St. Galler gucken neidisch.



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