Agentur für User-Centered Design
Kürzlich habe ich beim Zusammenschluss der Zürcher Studiokinos (der kommerzielleren Variante) recht schnell und einfach online Tickets gekauft. Hätte fast von uns sein können:
Film und dann Vorstellung wählen, Anzahl Plätze bestätigen (Vorauswahl = 2 Plätze), Plätze im Saalplan aussuchen, bestätigen, zahlen.
Aufgrund des Versprechens, meine vergangenen Billettkäufe jederzeit nachschauen zu können (History), habe ich mich dann registriert. Nur: Wie finde ich nach dem Kauf diese Liste wieder? Bisher habe ich keinen anderen Weg gefunden als einen erneuten Kauf zu beginnen. Dann erhalte ich mit der Anmeldung Zugriff auf mein Konto.

Auch nach der Einführung einer Kundenkarte letzte Woche habe ich keine andere Login-Möglichkeit gefunden.
Ob ich mich nur an meinen letzten Kinobesuch erinnern soll, wenn ich Tickets für den nächsten kaufe?
Da bekommt man eine Einladung zu einer Messe, und es steht nicht mal drauf, wo sie stattfindet.
Passiert ist das nicht etwa einem potentiellen Kunden, sondern ganz einfach in unserer eigenen Einladung zur EMEX, der neuen Marketingmesse der Schweiz.
Wir schreiben mehrfach möglichst gut sichtbar, dass unser Stand in Halle 4 steht, unsere Vorträge in Halle 7 sind – aber nirgends dass die EMEX im Messezentrum Zürich stattfindet.
Auf dem Web können wir das natürlich überall noch kontrollieren und anpassen, nicht jedoch in der gedruckten Einladungs-Karte. Peinlich.
Aber wer austeilen kann, kann auch einstecken, darum also ganz offiziell: Schlechte Usability-Noten für die Zeix-Einladung. Machen wir beim nächsten Mal besser.
Für Ihre Kunden sorgen wir. Unsere eigenen Kunden müssen erst mal den Hafen finden ;-)
Wir hören in Projektbeginn-Sitzungen von Kunden öfters den Wunsch oder die Frage, ob man nicht auch eine Navigation nach Zielgruppen oder nach Lebenssituationen anbieten könnte, um so die User zielgruppengerecht mit Information zu versorgen.
Leider funktioniert das in den meisten Fällen nicht aus verschiedenen Gründen, unter anderem weil man praktisch nie alle Konstellationen z.B. von Alter, Familienstand, Nutzungssituation etc. abfangen kann. Dann herrscht für den Rest der Sitebesucher Verwirrung, wohin sie sich klicken sollen, passt doch keine Situation zum Gesuchten.
Nicht so bei Heineken, die sich zur Zielgruppentriage für ihre Website eine ganz einfache Lösung ausgedacht haben:
Für diesen Einstieg: Kompliment! (Von den nachfolgenden Seiten reden wir jetzt nicht; machen Sie sich selbst ein Bild …)
Nebenbei freuts uns natürlich auch, dass man bei “noch nicht 18″ zur von Zeix user-centered-designten Website von Swissmilk kommt :-) .
Der Gewinner des Wettbewerbs ist Mark Lauzon von Siemens – obwohl auch er uns mit 16:33 Std. massiv unterschätzt hat. Er erhält als Preis einen halben Tag Usability-Beratung – ideal, wenn beispielsweise in einer frühen Entscheidungsphase eines Projekts die Stimme der User einfliessen soll.
Für den ersten Gigathlon-Tag haben wir rund 10:13 Std. gebraucht. Diese setzen sich zusammen aus der offiziellen Zeit von 6:50:39 für Schwimmen, Inline, Mountainbike und Laufen. Die Zeit von Mountainbiker Stefano reduziert sich um 0:39 wegen Verspätung des Shuttle-Busses, was sich aber nur in der Gesamtzeit spiegelt und nicht in Stefanos Disziplinenzeit. Hinzu kommt die Velostrecke im Schwarzwald mit unserer eigenen Zeitmessung von 3:23 Std. Aus irgend welchen «organisatorischen» Gründen (Verhinderung von Doping?) wurde nämlich auf der Velostrecke nicht offiziell gestoppt.