Agentur für User-Centered Design
Es ist Donnerstag Morgen und somit die erste Halbzeit unserer Messepräsenz gespielt.
Hier die bisherigen Highlights:
Der Messestand

Wir sind wahnsinnig stolz auf unseren eigenen Auftritt. Auch wenn es in vergangenen Jahren bei Namics immer schön war, geniessen wir jetzt den Auslauf auf den eigenen paar Quadratmetern…
Die Vorträge

Zwei der drei Seminare sind schon vorbei: Peter erzählte was über “Weblogs für Einsteiger und Fortgeschrittene” und gemeinsam mit mir (Angie) gab es einmal mehr den Klassiker “Was User lieben, was sie hassen”.
Eine letzte Chance gibt es morgen Freitag, 23. Mai, 11.15-12.45:
a-14: 10 Jahre Web: Bilanz aus Usability-Sicht (auch für spontane Besucher möglich, morgen früh einfach beim Eingang der Messe das Seminar-Checkin aufsuchen)
Die iPhone Tests
Hält das iPhone seine Versprechungen vom super einfachen Interface?
Besucher an unserem Messestand können sich selbst ein Bild machen: Sie kriegen ein iPhone in die Hand gedrückt und müssen kleine Aufgaben lösen wie SMS schreiben, Surfen, etc.. Ein Test dauert rund 30 Minuten, dafür gibts zur Erholung dann einen Kinogutschein…

Testpersonen bei uns am Messestand. Die bisherigen Ergebnisse sind eher bescheiden: Mühe bereitet Neulingen vor allem die Tastatur, egal ob beim SMS schreiben oder URL eingeben.
Danke Cédric für das iPhone und die Fotos.
Riesige Plakate prangen an Zürichs Central, ganzseitige Inserate zieren den Tagesanzeiger und versprechen – nicht, wie man zuerst denken würde, schnelle neue Zugverbindungen ins Ausland, sondern schnelle neue Buchungsmöglichkeiten der schnellen neuen Zugverbindungen ins Ausland.

Das Versprechen: Zürich – Paris buchen in 1 Min 37 Sek. Ich mache die Probe aufs Exempel: Zürich – Paris retour für 2 Personen, Buchung auf der Plattform TGV-europe.ch. Da das Kleingedruckte warnt, dass die Spezialangebote mehr als 30 Tage im Voraus gebucht werden müssen, wähle ich ein entsprechendes Datum: Das Wochenende vom 20.-22. Juni 2008.
00:00.00
Ich gebe die gewünschten Kriterien ein. Der Kalender ist etwas umständlich (wenn im Juni losfahre, will ich nicht schon im Mai zurückkehren), ansonsten bin ich auf Kurs.

00:36.04
«Zürich» war nicht eindeutig. Ich kann wählen zwischen ZURICH HB (CH), ZURICH HB (CH), einigen kleineren Bahnhöfen rund um Zürich sowie weiteren Abfahrtsorten ohne ersichtlichen Zusammenhang mit der Eingabe (siehe Screenshot). Ich wähle das erste ZURICH HB (CH). Leider sind die meisten meiner übrigen Angaben nun weg. Nach Eingabe des Rückfahrtsdatums wird ironischerweise der Radio Button «Einfache Fahrt» aktiviert.

Ich ergänze alles von Neuem, schicke die Anfrage ab und bin ob des Ergebnisses so perplex, dass ich vergesse, auf die Uhr zu schauen.

Die Verbindungen sind langsam, die Preise stattlich, und insbesondere wollte ich doch gar nicht vom Flughafen aus fahren. Als ich das nächste Mal auf die Uhr blicke, habe ich die 1 Min 37 Sek schon längst überschritten.
02:13.21
Ich halte die Stoppuhr an und betrachte ohne Zeitdruck die Ergebnisse. Unter «siehe die folgenden Züge» finde ich tatsächlich eine schnellere UND billigere Verbindung (Zürich ab 18.02, 4 Std. 35 Min zu 159 Euro für 2 Personen, Billett umtausch- und erstattbar). Ich wähle die Hinfahrt aus, erhalte aber nur eine Kauderwelsch-Fehlermeldung darauf.

04:10.83
Jetzt bin ich nur noch am Rumspielen um herauszufinden, wie und ob das System allenfalls funktionieren würde. Das gewünschte Ticket jedenfalls bekomme ich nicht.
Die nicht-mehr-ganz-Monopolistin SBB ist übrigens gegen die internationale Konkurrenz gerüstet und bietet ebenfalls online die Bestellung von Billetten an. Der Prozess wurde von Zeix mit der Methode des User-Centered Design entwickelt und mehrfach mit Usern getestet.
Wer hat den zügigeren Prozess? Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung unter sbb.ch.
(Disclaimer: Der Bestellprozess ist für Reisen nach Frankreich meines Wissens erst für die direkten Verbindungen ab der Schweiz implementiert, z.B. für besagten Zug 18.02 ab Zürich nach Paris.)
Letzte Woche fand der erste Swiss Intranet Summit in Zürich statt.
Es war schön, an einem solchen Anlass mal als reine Zuhörerin dabei zu sein, statt immer noch mit einem eigenen Vortrag beschäftigt zu sein, so konnten wir (Sandra Gubler die gopferweise immer noch keine Profilseite hat und ich) uns auch ein paar Notizen machen.