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Agentur für Usability und User Education


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Startseite Kategorie: Accessibility

Kaffee für alle!

Kapselsysteme für frisch gebrühten Kaffee polarisieren. Sehbehinderten bieten sie aber unbestrittene Vorteile: die Kaffeezubereitung ist bedienungssicher, Reinigung und Wartung beschränken sich auf ein Minimum. Starke Argumente für unseren Leser Daniele Corciulo, um sich ein Gerät aus der Nespresso-Reihe anzuschaffen.

Entsprechend herb dann seine Enttäuschung, als er sein erstes Kapselset leergebrüht hatte: Bestellt man nämlich Arabica-Nachschub, liefert der Pöstler die Kapseln normalerweise frei Haus – es sei denn, man ist sehbehindert. Denn die kostenlose Lieferung gilt nur für Bestellungen im Online-Shop. Und dieser glänzt zwar in Flash-Optik, ist aber nicht barrierefrei umgesetzt.

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Akzeptanz schaffen durch User-Centered Design

In unserem Projekt wurde unter anderem das User Interface für einen Ticketautomaten für den öffentlichen Verkehr entwickelt. Die Usability des Ticketautomaten war von der ersten Stunde an ein zentrales Thema, denn der Projekterfolg hängt ganz entscheidend von der Tatsache ab, ob die Fahrgäste das stark erweiterte Ticketangebot auch nutzen. Da Tests mit echten Anwendern, darunter auch behinderte Personen, in mehreren Phasen der Entwicklung stattgefunden hatten, konnte das User Interface ständig optimiert werden. Die ersten zur Zeit laufenden Feldversuche sind sehr erfolgversprechend und scheinen den Ansatz mehr als zu bestätigen.

Lucio Bugiantella, Projektleiter S-POS ZVV


Reiche Interaktion zugänglich gemacht

Am 10. Juni war der 2. Accessibility Day, von dem ich voller Eindrücke heimkehrte. Ein zentrales Thema waren die WCAG 2.0-Richtlinien, die im letzten Dezember verabschiedet wurden. Neben wichtigen Konkretisierungen wie beispielsweise, was in welcher Schriftgrösse als ausreichender Farbkontrast gilt, bringen die neuen Richtlinien eine Unabhängigkeit von der eingesetzten Technologie mit sich. Gemäss den alten WCAG-Richtlinien war der Einsatz von Javascript und Flash nur sehr bedingt möglich. Neu ist alles erlaubt, sofern die eingesetzte Applikation und die dargestellten Inhalte für alle …

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Mobile Accessibility: Senioren auf Zeit

Letzten Freitag fand der Tag der Informatik im Technopark statt. Oberstes Ziel der Veranstaltung war es, möglichst viele Kinder und Jugendliche für die Vielfalt von informatiknahen Berufen zu begeistern. Natürlich war Zeix dabei - schliesslich wird der Bedarf an Usability-Experten im Interface Design explosionsartig grösser. Im Erlebnispark Accessibility zeigten wir am Beispiel Mobiltelefonnutzung von Senioren, wie wichtig es ist, Geräte und Software mit den Augen der Benutzer zu betrachten.

Mehrere Tausend Besucher haben den Anlass besucht. An unserem Stand herrschten teilweise chaotische Zustände: Schülerinnen und Schüler verschiedenster Altersgruppen scharten sich um unsere Mobiltelefone und versuchten, mit Handschuhen und einer die Sicht verschlechternden Brille ein SMS zu schreiben.

Kinder am Zeix-Stand versuchen, mit Handschuhen und Brille ein SMS  zu schreiben.

Die nächste Generation Interface-Designer? Kinder am Zeix-Stand versuchen, mit Handschuhen und Brille ein SMS zu schreiben.

Wir wollten für unsere jungen Besucher erlebbar machen, dass die Benutzung eines Mobiltelefons älteren Menschen oftmals Schwierigkeiten bereitet. Einerseits weil Sehkraft und motorische Fähigkeiten im Alter abnehmen und andererseits, weil viele Modelle zu viele Funktionen haben.

Mit Videoausschnitten aus Usability Tests für die Zeix Mobile Studie zeigten wir, dass Mobilitätsbedürfnis und Technikaffinität auch in der Altersgruppe 65plus ansteigen: Den typischen Senior gibt es nicht: Während die einen - wie man vermuten würde - das Mobiltelefon nur für einzelne und kurze Anrufe einsetzen, war es einem Senior ein Bedürfnis, jederzeit die Börsenkurse mit mobilem Internet abrufen zu können. Eine Seniorin hört regelmässig Musik, die sie selber von ihrem Computer auf das Mobiltelefon lädt und vertreibt sich gerne die Zeit mit Gamen.

Ein Kind testet ein Seniorenhandy. Im Hintergrund eine Filmszene aus dem Usability Test, in dem eine Seniorin Einstellungen an ihrem Mobiltelefon vornimmt.

Zwei Generationen - eine Technologie: Ein Kind testet ein Seniorenhandy. Im Hintergrund eine Filmszene aus dem Usability Test, in dem eine Seniorin Einstellungen an ihrem Mobiltelefon vornimmt.

Wie wird es erst, wenn unsere Generation einmal älter ist? Wir werden wohl kaum auf unser Mobiltelefon verzichten wollen. Wir hoffen, dass wir mit unserem kleinen Experiment viele zukünftige IT-Interessierte auf den Beruf des User Interface-Designers aufmerksam machen konnten. Und natürlich dafür sensibilisieren konnten, dass sie bei ihrer Arbeit die verschiedenen Nutzergruppen im Auge behalten. Denn «Accessibility» geht uns irgendwann alle etwas an.


Kinoführer für Mobilitätsbehinderte der Öffentlichkeit vorgestellt

Heute abend hat Maturand Lukas Müller den Kinoführer der Öffentlichkeit präsentiert, wie schon gepostet. Ich war leider etwas zu spät dran, um die ganze Präsentation zu hören – aber seine Arbeit ist bei den ca. 50 Zuhörerinnen und Zuhörern sichtlich gut angekommen und es hat viel Lob und Dank gegeben.

Im Bild Projektbegleiterin Olga Manfredi von der BKZ (links) und Lukas Müller (rechts)

Lukas Müller (rechts) und Olga Manfredi (links) bei der Präsentation

Und noch ein Foto vom Apéro mit lässigem Live-Jazz vom Ensemble Kanti Küsnacht:

 

Jazzensemble Kanti Küsnacht

Alles in allem: Hut ab - ein gelungenes Projekt, in dem alles drin war: ein sinnvolles Ziel, Kooperation aller Kinos, viel Engagement beim Verfasser, begeisterte Helfer und Sponsoren, tolle Medienarbeit, handfestes Ergebnis. Sein Ziel, dass seine Maturarbeit nicht in der Schublade verstaubt, dürfte Lukas locker erreicht haben.

 

Nach dem ganzen Stress macht er übrigens erstmal Ferien in Spanien und schaut sich Cordoba und Sevilla an – ich hoffe für ihn, er kann dort erstmal entspannen und kommt nicht gleich mit einem selbstvermessenen „guia de cines para menos mobiles“ zurück :-).

 


Kinoführer für Mobilitätsbehinderte ist online

Heute wurde auf der Website der Behindertenkonferenz Zürich der Kinoführer für Mobilitätsbehinderte aufgeschaltet. Der Maturand Lukas Müller hat 50 Kinos in der Stadt Zürich nach einem ausgeklügelten System vermessen und die Daten übersichtlich dargestellt. Menschen mit einer Mobilitätsbehinderung erhalten darin detaillierte Informationen zu den verzeichneten Kinos, z.B. wieviele Treppenstufen sie bis zum Kinosaal zu bewältigen haben oder wie der Zugang mit einem Rollstuhl geregelt ist.

Lukas Müller hat am eigenen Leib erfahren, welche Hürden behinderte Menschen im Alltag zu überwinden haben, als er nach einem Sportunfall drei Monate lang an Krücken gehen musste. Diese Erfahrung hat ihn dazu motiviert, diesen Kinoführer im Rahmen seiner Maturarbeit zu erstellen. Zeix engagiert sich schon seit längerer Zeit für barrierefreie Websites und hat dieses Projekt finanziell und tatkräftig unterstützt.

Der Kinoführer wird heute Abend um 17.00 im Gemeinschaftsraum der Siedlung Tiefenbrunnen in Zürich offiziell vorgestellt. Ein kurzer Artikel über den Kinoführer ist beim Tages-Anzeiger erschienen.

Und so sieht der Kinoführer als Faltprospekt aus (kostenlos erhältlich bei der BKZ):

Kinoführer für Mobilitätsbehinderte als Faltprospekt



www.zeix.com