Agentur für User-Centered Design
Anfang Februar hatten wir bei Zeix eine Veranstaltung zum Thema Die Pflichtenheftfalle oder der Weg zur guten Software. Zur Einleitung hatten wir eine kleine Zusammenstellung präsentiert über grosse Softwareprojekte, die an die Wand gefahren wurden. Die zahlreichen Beispiele stammten vornehmlich von der öffentlichen Hand, weil nur diese publik pleite werden. Wir vermuten eine grosse Dunkelziffer im privaten Sektor. mehr »
Gestern ist es gekommen, das Päckli. Es liess sich über eine Lasche einfach öffnen, so dass ich den Inhalt gleich vor mir sah. Ein Aufkleber warnte mich vor der ersten Missetat – die ich schon im Begriff war auszuführen – und verweist mich auf die Anleitung. Ich nehm meinen ganzen Mut zusammen und entschliesse, mich der Herausforderung zu stellen. mehr »
Am Wochenende habe ich mal wieder die Nähmaschine meiner Mutter hervorgekramt. Im charakteristischen grünen Koffer befanden sich die Maschine, alle Anleitungen sowie ein Verkaufsprospekt.
Das erste Verkaufsargument lässt das Herz von Usability-Begeisterten höher schlagen:
«Bei der Konstruktion dieses neuen Modells haben wir uns in höchstem Masse zur Aufgabe gemacht:
Bernina muss noch einfacher zu bedienen sein.»
Dann soll sie auch noch die schönste Naht nähen, vollständig störungsfrei arbeiten, vielseitiger in der Anwendung und «jeder Näherin ein Leben lang das sein, was sie von ihrer Maschine erwartet». Was für ein Unterschied zur Zeix-Kaffeemaschine, die uns nach wochenlangem Reparatur-Prozedere gleich wieder im Stich gelassen hat. Die Nähmaschine aber, die hält noch immer, was sie versprach.
Informationsarchitekten? Consultants? Usability-Evangalists? oder doch Benutzer-Versteher? Viele Anregungen und Kommentare kamen auf unsere Frage, wie Zeix-Spezialisten heissen sollten. Wir haben die allgemeine Begriffsverwirrung in der Branche zumindest bei der Jobbezeichnung für uns gelöst und nennen den Zeix Usability Consultant neu:
«Reichen Laptop und Smartphone nicht aus?», grummelte ich neulich, und packte den Zeix-iPad in meine Handtasche. Mein Job erfordert es, mich technischen Neuerungen zu stellen, also nahm ich das Wunderding zu Testzwecken eine Weile mit nach Hause.
Wieder einmal musste ich mir Gedanken machen, welche Möbel ich für meine Wohnung kaufen könnte.
Ziemlich schnell habe ich mich für IKEA-Möbel entschieden. Denn das Preis-Leistungsverhältnis ist akzeptabel und ich kann die Möbel gleich mitnehmen und sie selber zusammenbauen. So muss ich nicht lange auf die Lieferung und Montage warten und kann zusätzlich beim Zusammenbauen ein bisschen Sport treiben.
Wer keine Zeit hatte, auf die in letzter Zeit stattgefundenen Konferenzen zu gehen, kann zwar nicht das Feeling und den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen nachholen, aber sich immerhin via Powerpoint-Präsentationen und Podcasts informieren. Da waren
Auf der Startseite von local.ch sah ich neulich den Teaser, man könne das papierne Telefonbuch bei Directories abbestellen. Dies wollte ich schnell erledigen, denn ich sehe immer auf local.ch nach, wenn ich eine Telefonnummer oder Adresse suche, und benutze das gedruckte Telefonbuch nie.
Um das Telefonbuch abzubestellen, muss ich auf directories.ch ein langes Formular ausfüllen. Zum Glück sind die wirklich notwendigen Felder gekennzeichnet. Wie die meisten User, wie wir an Usability-Tests beobachten, fülle ich nur die mit Sternchen markierten Felder aus. Dass ich Name und Adresse angeben muss, leuchtet mir völlig ein. Der Zwang zur Eingabe der Telefonnummer macht mich jedoch schon stutzig, insbesondere weil ich aufgefordert werde, im Kommentarfeld die Uhrzeit anzugeben, wann ich erreichbar bin. Aber da meine Telefonnummer sowieso im Telefonbuch steht, gebe ich sie bekannt. Als dann aber die Angabe meiner E-Mail-Adresse gefordert wird, hört der Spass bei mir auf. Weshalb benötigt Directories meine E-Mail-Adresse, wenn ich kein gedrucktes Telefonbuch mehr erhalten möchte?
Neben meiner Tätigkeit als Usability Consultant, bin ich bei Zeix auch für die interne IT verantwortlich. Zu meinen Aufgaben gehört deshalb auch die Beschaffung und Lizenzierung der Software, die wir bei uns im Haus einsetzen. Alle damit verbundene Post landet daher bei mir.
Am letzten Montag fand ich in meiner Inbox ein E-Mail von einer gewissen Sandy Carter mit dem wenig informativen Titel “IBM Software Value Plus”. Als ich es öffnete nahm ich eigentlich an, dass hier wieder einmal ein Spam-Mail am Filter vorbei geschlüpft ist, aber ich wurde eines besseren belehrt. Dieses E-Mail stammte tatsächlich von IBM.
Liebe Geschäftspartner, Kunden, Mitarbeiter, Interessierte, Freunde…
Ich bin nochmal so richtig im Einsatz! Ab sofort und bis Ende Jahr arbeite ich Vollzeit für Zeix, vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem Mittagessen, Bier, oder sogar bei einem gemeinsamen Projektchen?
Im Januar geht es dann los nach Australien, wo ich an der Melbourne Business School mindestens 16 Monate studieren werde.
Liebe Grüsse aus dem Zeix-Häusle
Angie Born