Agentur für Usability und User Education
Der Gewinner des Wettbewerbs ist Mark Lauzon von Siemens – obwohl auch er uns mit 16:33 Std. massiv unterschätzt hat. Er erhält als Preis einen halben Tag Usability-Beratung – ideal, wenn beispielsweise in einer frühen Entscheidungsphase eines Projekts die Stimme der User einfliessen soll.
Für den ersten Gigathlon-Tag haben wir rund 10:13 Std. gebraucht. Diese setzen sich zusammen aus der offiziellen Zeit von 6:50:39 für Schwimmen, Inline, Mountainbike und Laufen. Die Zeit von Mountainbiker Stefano reduziert sich um 0:39 wegen Verspätung des Shuttle-Busses, was sich aber nur in der Gesamtzeit spiegelt und nicht in Stefanos Disziplinenzeit. Hinzu kommt die Velostrecke im Schwarzwald mit unserer eigenen Zeitmessung von 3:23 Std. Aus irgend welchen «organisatorischen» Gründen (Verhinderung von Doping?) wurde nämlich auf der Velostrecke nicht offiziell gestoppt.
Wir haben es geschafft. Wir fühlen uns alle wie frisch überfahren, sind aber unverletzt, glücklich und zufrieden.
Wir erreichten den 158. Rang von 260. Das finde ich nicht so übel. Stolz auf uns sind wir alleweil. Und weils so toll war, melden wir uns beim nächsten Gigathlon gleich für 7 days Team of 5!
(Mit trainieren sollten wir wohl jetzt schon beginnen).
Übrigens: Wir hätten bestimmt Rang 157 geschafft, wenn unser Rennvelo-Fahrer nicht unterwegs noch Dul-X kaufen gegangen wäre
Und hier ein paar Impressionen…

Erste Auseinandersetzung mit der Beschilderung: Check-In am ersten Tag

1. Nacht in Basel: Wir habens ohne Gebrauchsanweisung geschafft!

Das Camp in Basel - irgendwie eindrücklich

Da hatte alles seine Ordnung (das Militär war da…)

1. Tag in Winterthur: Parkplatz-Romantik am Gigathlon (lustig wurde es richtig, als der Regen einsetzte)

Billy nach dem Rhein-Schwumm (irgendwie nicht so gut drauf)

Lea hingegen war echt gut drauf…

Andrea nach über 20 Km am Ziel in Dübendorf

2. Tag: Billy und Andrea in der Wechselzone Walenstadt

Billy nach 13 Grad im Walensee

Beat startet zur Schlammschlacht seines Lebens

Das Bike nach der Schlammschlacht (sorry, Thomas)

Beat im Glück

Beat war einfach unser Lieblings-Foto-Sujet

Das stolze Zeix- Team: Lea Barmettler, Stefano Fagherazzi, Sibylle Buff, Andrea Rosenbusch (man beachte: nach 2 Stunden rennen) und Beat von Gunten
Die wohl unzutreffendste Prognose war die, dass die Mountainbiker bei der Fahrt durch die Bündner Herrschaft Durst bekommen würden. Den ganzen Tag war uns der Sinn eigentlich nur noch nach dem, was möglichst wenig Flüssigkeit beinhaltete - vielleicht mit Ausnahme eines heissen Bads.
Den Streckenposten, Verkehrskadetten, Helfern und dem Publikum wird es nicht anders ergangen sein, aber sie gaben alles, um uns möglichst schnell und sicher ins Ziel zu bringen.
Das Wetter ist uns nicht hold: Nachdem Stefano Gestern mit dem Bike durchnässt ankam, durfte Billy heute im Walensee ihre Runde drehen - bei 13 Grad. Gut, dann sehen wir es sportlich: Gemäss der Karte von Local.ch ist die Reuss bei Luzern gerade mal 6 Grad.
Billy hat sich danach natürlich auf die wohlverdiente warme Dusche gefreut. Leider umsonst: Es gibt nur Kaltwasser! Kopf hoch Billy: In Zürich gibts sicher noch ein warmes Bad für dich!
Ich sitze noch zu Hause, bin aber schon wieder total aufgeregt. Stefano scheint unterwegs zu sein auf einer Ersatzstrecke - wegen Rutschgefahr. Er sollte aber erwarungsgemäss um viertal nach 1 eintreffen, um von Andrea abgelöst zu werden.
Ich bin saufroh, konnte ich heute mal schlafen - Kompliment an Lea, die heute schon wieder so früh rausmusste. Die ist ja auch noch nicht 30 (hehe).
Dass es draussen regnet, finde ich toll. Denn dann kommt kein Gewitter und ich muss nicht rennen. Das wär ein Fiasko geworden. Und mich hat der Ehrgeiz gepackt, als ich gestern die
Ranglisten angekuckt habe. Heute gebe ich mal ein bisschen mehr Gas… Im Walensee ist das Ziel wenigstens absehbar - gestern hab ich dauernd Kräfte gespart, weil ich nicht wusste, wie weit es noch ist. (Der Rhein stinkt übrigens stellenweise grauenhaft…)
Naja, die Herausforderung des Tages wird sein, vor Beat in Chur einzutreffen. Es wird unglaublich Stau geben, und der Beat fährt ja wie der Blitz!
Von Sybille Buff
Auf dem Weg zu einem anderen Sportanlass musste ich mich auf der Autobahn an den ganzen Gigathlöner vorbeikämpfen. Die Fahrradträgerdichte war beeindruckend! Anhänger-Kupplungsträger, Dachträger, Heckklappenträger… Ich glaub wir müssen in diesen Markt, die können bestimmt Installationsanleitungen brauchen so wie viele der Zweiräder dort gewackelt haben.

PS: ein Kompliment an die Fahrer, die ich gesehen hab - trotz kilometerlangem Stau vor der Ausfahrt Stein-Säckingen hat keiner an der Kolonne vorbeigedrängt (zumindest nicht als wir da waren). Sind die Menschen etwa doch ganz gut?
Unsere Helden haben den ersten Tag ohne Blessuren, dafür mit Muskelkater gut überstanden. Chapeau!
Den Weg ins Ziel haben unsere Zeix-Helden also alle gefunden. Die Strecken sind gut gekennzeichnet - und die Streckenposten erweisen sich als lautstarke Motivatoren. Auch Private scheuen das Regenwetter nicht: Leas Familie feuerte sie bei der Tour um den Greifensee mächtig an. Andrea wollte bei ihrem Lauf gestern die Treppe von der Töss auf die Kyburg im Gehen absolvieren, um Kräfte für Heute zu sparen. Immerhin legt man dabei 150 Höhenmeter zurück. Sie hat die Rechnung allerdings ohne das Publikum gemacht: Am Ende der Treppe musste Andrea wirklich rennen, denn die Zuschauer haben sie so motiviert. Belohnt wurde sie dann mit Sportler-Nahrung von einem kleinen Jungen.
Weniger Freude hatte Andrea bei der 3 km langen Schlussgerade zum Ziel in Dübendorf: Sie sah das verheissungsvolle Schild «20 km» und freute sich auf die letzten Minuten. In Gedanken sah sie schon das Schild mit «500 m». Als geübte Läuferin hat sie mittlerweile ein gutes Zeit- und Distanzen-Gefühl. Die Organisatoren teilen dieses jedoch nicht: Sie musste noch einen ganzen Kilometer laufen, denn auf dem Schild stand «noch 1 km»…
Die Übergaben klappten meistens gut. Nur in Winterthur waren Beat und Lea Zuschauer einer ungewollten Verzögerung: Andrea war bereits daran, sich im Eisstadion für ihren Einsatz einzuwärmen. Sie hat aber nicht mit dem schnellen Stefano gerechnet, der bereits (ganz durchnässt) eingefahren ist. Die beiden haben sich nicht gesehen - und Beat und Lea schauten von der Tribüne aus machtlos zu.
Dank dem regnerischen Wetter werden sich die Waschmaschinen in den nächsten Tagen nicht über zu wenig Arbeit beklagen: Die einen oder anderen sahen bei der Ankunft im Ziel wie kleine «Dräcksäuli» aus. Heute wird es wohl nicht besser - Polarluft ist angesagt!
Der erste Tag ist geschafft! Obwohl wir (noch?) nicht in der Rangliste erscheinen, haben auch Stefano mit mehr und Andrea mit weniger Regen ihre Strecken bewältigt, und alle Teammitglieder inkl. Material sind ohne Schrammen oder grössere Blessuren in Dübendorf eingetroffen. Nur die Beine sind schrecklich müde und fühlen sich angesichts des härteren zweiten Tags noch schwerer an.
Trotz teilweise langer Wartezeiten bleiben wenig Verschnaufpausen für die “inaktiven” Team-Mitglieder. Diese nutzen die Zeit meist, um die Strecken zwischen Parkplatz und Wechselzone zurückzulegen (die Häufigkeit hängt vom Organisationsgrad und den Wetterveränderungen ab) oder sich - so gut das in dem Getümmel geht - zu erholen. Immerhin werden wir mit Sicherheit in dieser Nacht besser schlafen als in der nervösen Nacht der Première.
In Winterthur angekommen, versagt zum ersten Mal die offizielle Organisation. Es hat keine Toiletten auf dem Parkplatz, und die Tankstelle schliesst kurzerhand das einzige WC. Deshalb kauern die Frauen nun in Reih und Glied hinter dem Mäuerchen - auf ein Foto haben wir verzichtet.
Billy hat es trotz ihrer Vorliebe für Schwimmbäder im Rhein so gut gefallen, dass sie nach knapp 1.5 Std. im Ziel war und Lea im ersten Feld der Inline-Skater starten konnte. Vom schnellen Belag auf der Strasse nach Säckingen begeistert, kam auch sie früher als erwartet im Ziel an. Immerhin war Velofahrer Beat schon dort - doch seine Ablösung, Biker Stefano (bzw. der Shuttle von Winterthur nach Neuhausen) war zu spät. Nach neustem Stand ist Stef mittlerweile unterwegs, und Andrea wartet schon im Stadion in Winterthur.
Besondere Hürden gab’s bisher eigentlich wenige - die übrigen Shuttles fuhren zuverlässig und Stau gab’s nur kurz. Die Beschreibungen und Beschriftungen hätten teilweise noch etwas klarer sowie der offizielle Zeitplan zuverlässiger sein können, aber davon vielleicht später. Einzig Billy beklagt sich über unsere Startnummer, die man sich schlecht merken kann, die aber bei der Übergabe zwischen den Disziplinen auf der Suche nach dem “Gspänli” praktisch zu wissen ist. Tierfreundin Billy würde Tiergattungen, -familien und -arten bevorzugen (für Aufzählungen in allenfalls falscher Reihenfolge entschuldige ich mich hier in aller Form) - aber es gibt sicher Ärger, wenn die schnellen Schwimmer den Gazellen zugeteilt werden.
Der Puls steigt - noch nicht wegen der körperlichen Anstrengung, aber wegen der logistischen Hürden. Wo ist der Veloständer und passt er aufs Auto? Kann Lea als Inline-Skaterin den Shuttle vom Schwimmstart zu ihrem Start benutzen? Werden wir es schaffen, Billy abzuholen, das Camp abzubauen und Beat noch vor seiner Abfahrt einzuholen?