Agentur für User-Centered Design
Mit GoogleAds beschwingt und divers durch den Sonntag:

Dogtags (kriege ich ständig als Werbung, hab aber noch nie jemanden damit gesehen, wo genau sind die eigentlich angesagt?), Wachsleichen (da ich nichts von “Wachsleichen” oder sonstigen Beerdigungs-Keywords gemailt habe, muss das wohl eine Kampagne sein, die überall angezeigt werden kann – wäre es dann nicht möglich, eine appetitlichere Überschrift zu nehmen), Deutschland trägt RIEDLE (Papiertüten in 17 Tagen geliefert, wieso genau in 17?).
Einerseits ist es ja toll, dass alle GoogleAds machen können, aber alle drei sollten mal “Landing Page” googeln und sich darüber ein paar Gedanken machen, wie es nach dem Klick auf der Website weitergeht.
Ich habe gerade mal ein Dutzend GoogleAds angeklickt, und ausser beim Stichwort “Wasserbettenzubehör” ging’s immer auf die Homepage (die entsprechende Unterseite “Wasserbettenzubehör” bei Bettwaren-Shop.de ist auch nicht so dolle).
Die einfache Aussage zum Thema: Man sollte in der Regel bei Onlinewerbung eben nicht die Homepage verlinken, sondern konkret ein Produkt bewerben und dann die Leute auf einer speziellen Seite “abholen”.
Hier ist einfach mal der oberste Treffer zum Thema: “Die Landing-Page – Das Geheimnis hoher Konversionsraten”, hab den Artikel nicht im Detail gelesen, aber sieht nicht so schlecht aus.
E-Mail von Tipp24.de:
Guten Tag, Peter Hogenkamp,
mit dem heutigen Tag sind Sie genau Kunde bei Tipp24.de. Für Ihre Treue möchten wir uns herzlich bei Ihnen bedanken. Ohne Sie wären wir nicht zum führenden Lotto-Annahmeservice im Internet gewachsen.
Ich bin heute genau Kunde. Und zwar auf den Tag genau. Toll. Bei dem Gutschein über € 1,25 komme ich natürlich auch gleich so richtig in Champagnerlaune.
Ist bei weitem nicht so schlimm wie ein anderes lustiges Beispiel für die Verwendung von Variablen in E-Mails, aber auch ganz nett.
Da ich Tipp24-Gründer Marc Peters mal kennengelernt habe (am 20. März 2001, ich wünschte, mein Lotus-Notes-Kalender würde bis zu meiner Geburt zurückreichen), frage ich ihn mal, mein wievieljähriges Jubiläum es ist.
Update: Marc Peters antwortet:
hallo herr hogenkamp,danke für den hinweis. da scheint die variableim textfeld verlorengegangen zu sein.gruss aus hamburg,Marc Peters Vorstand Tipp24 AG Falkenried-PiazzaStraßenbahnring 11-1320251 Hamburg phone +49 (0)40 32 55 33 0fax +49 (0)40 32 55 33 5100 https://www.Tipp24.de Tipp24.de - Lotto im Internet. Clever gemacht.
Ja, das hatte ich auch gesehen. Na ja, wenn man mal Vorstand ist…
(Die dämliche Formatierung mit den grossen Zeilenabständen liegt nicht an ihm, sondern an Kaywas WYSIWYG Editor TinyMCE.)
Dies ist ein Update zu Persönliche Einladung zum «venture apéro» vom Donnerstag, 18.05.2006, Luzern.
Dafür, dass IFJ, eStarter, venturelab und wie sie alle heissen eigentlich mehr oder weniger eine IT-Firma sind, haben sie manchmal erfrischend wenig Ahnung von IT. Heute beispielsweise nicht vom Unterschied zwischen einer Firewall und einem Spam-Filter. Aber hey — soo gross ist der auch nicht.
Lieber Peter
Mittlerweile haben die meisten Unternehmen eine Firewall installiert. Die blockt Dein sorgfältig aufbereitetes Mail ab, ohne dass Du es merkst. In Zeiten von Spam erlebt das Telefon ein ungeahntes Comeback. Dort heisst die Firewall Chefsekretär/in. Wie Du am Telefon zu Deiner Ansprechperson durchdringst und diese zum Kauf bewegst, erfährst Du vom Erfolgstrainer Hans Peter Frei. Er führt Dir die zehn besten Praxis-Tipps für erfolgreiche Verkaufsgespräche vor. Für einmal nicht am Telefon, sondern am nächsten Spezial-«venture apéro» in Altdorf. Freue Dich auf klingelnde Telefone und klingelnde Kassen.
ACHTUNG: Der Spezialanlass findet NEU am 25. Oktober 2006 im Hotel Goldener Schlüssel statt. Der Referent und das Thema sind begehrt. Es stehen 150 Plätze zur Verfügung. Melde Dich für den kostenlosen Event an: http://www.ifj.ch/luzern.asp.
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„Der heisse Draht zu Neukunden – Die zehn besten Tipps für Ihre Telefonakquise!”- Referent: Hans Peter Frei c/o Frei Training & Coaching
- Datum: Mittwoch, 25. Oktober 2006, um 18.30 Uhr
- Ort: Hotel Goldener Schlüssel, Schützengasse 9, 6460 Altdorf
- Lageplan: http://www.hotelschluessel.ch/?Portrait:Anfahrt
- Anmeldung: http://www.ifj.ch/luzern.aspDer Event ist für Dich kostenlos! Wir danken unseren Partnern UBS, Mobiliar, Swisscom Fixnet, KTI, «venturelab» sowie der Volkswirtschaftsdirektion Uri.
*********************************************************Wir freuen uns, mit Dir am Spezial-«venture apéro» in Altdorf auf neue Geschäfte anzustossen!
IFJ Institut für Jungunternehmen
Simon May Beat Schillig
Damals, als ich meinte, “Ich weiss nicht, was Beat Schillig geraucht hat”, kam er an der Messe breit grinsend an. Er hatte mein Post aber nicht gelesen, sondern nur davon gehört. :-) Es stellte sich raus, er schreibt die Sachen gar nicht selbst — “aber der das macht, der macht das super, gell?” Jawohl.
Dass die Leute hinter Lebensprognose (www.lebensprognose.com) Schwindler und Betrüger sind, lassen wir mal den Kassensturz publik machen (da beschweren sich die Leute ja auch schon in einem Forum zu dem Thema).
Dass sie aber auch einen ganz schön frechen Umgangston haben, hätte ich nicht gedacht. Ich habe das Formular (neugierig und naiv wie ich bin) ausgefüllt, doch leider gab es die Auswahl “Schweiz” nicht ->dabei hatte ich das Werbemail doch auf meine Schweizer E-Mail-Adresse bekommen. Also hab ich halt einfach mal Deutschland als meine Wahlheimat angegeben (die Österreicher sind zu schlecht im Fussball).

Schlussendlich hätte ich dann so einen lustigen Code auf mein Handy kriegen sollen – Endstation für mich mit meiner Schweizer Nummer. Da ich aber nicht nur neugierig und naiv, sondern auch sehr hartnäckig bin, schrieb ich eine nette E-Mail, ob ich denn nicht so einen netten Code kriegen könnte.
Die unerwartete Antwort:

Oops, liebe Netzgemeinde, seid in Zukunft vorsichtig mit Workarounds, oder legt euch zumindest eine Rechtfertigung dafür zurecht, wenn ihr einen Dienst unbedingt nutzen möchtet und dafür einen grossen Workaround in Kauf nehmt…
Die Google-Ads, die in Gmail angezeigt werden, scheinen oft eher willkürlich, überraschen aber manchmal auch durch interessante Treffsicherheit.
Vorgestern, als wir unsere Incoming-E-Mail-Downtime hatten, haben wir Mails mit Notfallmailadressen und Telefonnummern an alle Zeix-Kunden geschickt (Kopie auch hier im Blog). Um zu schauen, ob das auch klappt, habe ich vorher eine Kopie an mein Gmail-Konto geschickt.
Interessanterweise kam dabei rechts eine Werbung für das libanesische Restaurant “Palme de Beirut”:

Dazu muss man wissen, dass Jacqueline Badran, die als Text im Mail vorkommt, einen Vater hat, von dem sie den typisch libanesischen Namen geerbt hat:

(ganzer Screen in Originalgrösse)
Wie geht das nun genau? Tom meinte, Palme de Beirut hat “Badran” als AdWord bei Google eingegeben. Haben sie also alle libanesischen Namen eingetippt, die ihnen einfielen? Oder macht das Google-AdWords-Tool das beim Setup halbautomatisch (bei Usability schlägt es einem z.B. auch den Suchbegriff “Jakob Nielsen” vor)? Nö, habe es gerade ausprobiert, aber da kam nichts in der Richtung. Oder ist es vielmehr so, dass Google “hintendurch” weiss, dass Badran ein libanesischer Name ist und man das gar nicht spezifizieren muss. Muss mal einen Experten fragen.
PS. Israel, falls Du das liest, ich bin überhaupt nicht parteiisch, aber hör endlich mit den scheiss Bomben auf!
Microsoft schreibt uns eine E-Mail. Unser IT-Lieferant und -Installer Baggenstos hatte uns als Referenz für das Partnerprogramm angegeben, und jetzt fragt Microsoft bei uns nach, ob das auch stimmt. So weit, so gut, nur an dem Serienbriefmakro sollten sie noch etwas arbeiten.
Microsoft Partner-Programm: Bitte bestätigen Sie Ihre Kundenreferenz {ev0Rtgg4mQ==}
May 29 2006 1:30AM
Sehr geehrte(r) %ToFirstName% %ToLastName%,
Sie haben kürzlich eine Microsoft Partner-Programm-Anfrage zum Überprüfen und Bestägigen einer Kundenreferenz für das Unternehmen %PartnerName% erhalten. Ihre Meinung ist uns wichtig und wir möchten Sie daher heute daran erinnern, Ihre Kundenreferenz zu bestätigen.
Bitte überprüfen Sie die Kundenreferenzanfrage unter https://partners.microsoft.com/PartnerProgram/approvereference.aspx?KeyCode=F0729F1C-2E8D-4849-3F390B0ACDFE3BE (geändert, pho). Ihre Bestätigung der eingereichten Referenz ist wichtig, damit Microsoft für das Microsoft Partner-Programm nur die Partner akzeptiert, die Ihren Anforderungen als Kunde gerecht werden.
Selbstverständlich werden alle Ihre Informationen vertraulich behandelt. Ihre Antworten werden dem Unternehmen %PartnerName% nicht mitgeteilt und Ihr Firmenname wird ohne Ihre Zustimmung nicht öffentlich als Referenz verwendet.
Wir bedanken uns im Voraus für Ihre Referenz für das Unternehmen %PartnerName%.
Fragen zu dieser E-Mail und dem Thema Kundenreferenzen beantwortet Ihnen Ihr Partnerunternehmen %PartnerName% oder wenden Sie sich unter https://partners.microsoft.com/PartnerProgram/ContactMicrosoft.aspx direkt an Microsoft.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Microsoft Partner-Programm-Team
Ich weiss nicht, was Beat Schillig geraucht hat. (Huhu, Beat! Bis morgen an der Messe. Dieses Jahr unterschreibe ich aber nichts!) Aber herausgekommen ist ein Newsletter, der mal etwas heraussticht, mehr als es jedenfalls diese stereotypen “Persönlichen Einladungen” noch schaffen. Immerhin.
Lieber Peter
Du bist frisch verliebt, kündest Deinen Job, gehst zu zweit auf Weltreise, heiratest und machst einen Neuanfang mit einer eigenen Firma. Zwei Jahre sitzt Du Tag und Nacht in Deinem Büro. Und tatsächlich: Die mit Deinen 100’000 Franken Startkapital gegründete Firma ist plötzlich satte 10 Millionen wert. Doch weil Du nie zu Hause bist, brennt Dein/e Lebenspartner/in mit jemand anderem durch. Der Scheidungsrichter wird ihr/ihm die Hälfte, also 5 Millionen, zusprechen, wenn Du Dich nicht vorher absicherst. Welche Möglichkeiten das Ehe- und Erbrecht dafür bietet, erfährst Du am nächsten «venture apéro» in Luzern von Rechtsanwalt Louis Fabiane. Freue Dich auf einen unromantischen Abend über Liebe, Macht und Geld. Und bring doch Dein/e Partner/in mit.
Melde Dich für den kostenlosen Event an: http://www.venturelab.ch/dt/luzern.asp
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„Scheiden tut weh – Was Unternehmer/innen eherechtlich unbedingt vorkehren sollten“
- Referent: Louis Fiabane c/o Gründler & Neff Rechtsanwälte
- Datum: Donnerstag, 18. Mai 2006, um 18.30 Uhr
- Lageplan: http://venturelab.ch/dt/lageplan.asp?lageplan=technoparkluzren.gif
- Anmeldung: http://www.venturelab.ch/dt/luzern.asp
Der Event ist für Dich kostenlos! Wir danken unseren Sponsoren UBS, Mobiliar, Swisscom, KTI und «venturelab».
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Wir freuen uns, Dich am «venture apéro» zu treffen!
IFJ Institut für Jungunternehmen
Simon May Beat Schillig
Zwei Jahre Tag und Nacht im Büro sitzen habe ich schon geschafft, sogar drei, 2000 bis 2003, auch ohne vorher auf Weltreise gewesen zu sein. Dafür warte ich noch auf die Bewertung von 10 Millionen, nach zwei Jahren zumal. Und auch den Rest muss ich noch ausprobieren. Aber die Linearität, mit der es bei Louis Fiabane offenbar zur Sache geht, ist schon beeindruckend.
Man könnte sich fragen: Bin ich bereit, für 5 Millionen zwei Jahre zu arbeiten, Hochzeit, Scheidung und verlorenen Prozess in Kauf zu nehmen? Eigentlich schon, ist ja besser als nichts. Muss mich auch damit zufrieden geben, denn der Termin ist parallel zur Maus-Preisverleihung.
(Hätte nur gern mal beim Vortrag gehört, ob er auch in der Rede schafft, dieses “Dein/e”, “Lebenspartner/in”, “ihre/e”, “Unternehmer/in”, “Abzocker/in”, “elende/r Gierhals/-älsin” durchzuziehen, oder ob dann zwischen den Zeilen doch wieder eher die Männer die Unternehmer sind, und die Frauen die… andere Seite.)
Sorry, search.ch, nochmal ich.
Wie denn nun? Wenn es gestern Abend “ab jetzt” losging, wieso steht dann auf dem Banner (das ausgerechnet bei map.search.ch geschaltet ist :-) noch, dass es in drei Tagen und 01:31:12 losgeht? Ist der Zeitnehmer des Banners von der Jahrhundertuhrzeit heute nacht durcheinander gebracht worden?

Prima Idee, search.ch, eine Schatzsuche in der map.search-Karte zu machen. Aber… 500 SMS für den ersten, der die Schatztruhe findet? Also ein Hauptpreis im Wert von 90 Franken? Mit Verlaub, ich bin ja kein Werber, aber entweder macht man einen kleinen Preis, und den kriegt dann jeder, der sich meldet (z.B. 50 Gratis-SMS), oder man macht einen grossen Preis, und den gewinnt einer. Muss ja nicht gleich eine Million SMS sein, wie bei Sunrise, die das selbst natürlich nichts kostet. Oder noch besser als SMS ist sowieso Cash. Also: ab 5’000.- suche ich mit.
Wow, mein erster echter “Leserbrief” ist eingetroffen. War schon drauf und dran zu posten, dass der Unterschied zwischen mir und Annik Rubens ist, dass wenn die im Podcast sagt: “Schreibt mir doch mal in die Comments, wie bei Euch das Wetter ist” (oder etwas vergleichbar Banales), dann machen das 50 Leute, während sich bei mir auch bei ganz konkreten Fragen nur jemand meldet, wenn es einen technischen Fehler gibt. Das wiederum ist natürlich auch ehrenvoll und unverzichtbar.
Also, auf mein Posting Der Newsletter von inside-it.ch schreibt der Herausgeber Christoph Hugenschmidt untendrunter einen differenzierten Kommentar. Danke. Ich erlaube mir, da es schon zwei Wochen her ist und wohl die wenigsten den neuen Kommentar-Feed abonniert haben, in einem neuen Beitrag zu antworten.
Lieber Peter
Herzlichen Dank für Deine Besprechung von inside-it.ch. Wir nehmen Deine Kritik ernst.
Schade, dass Du uns nicht einen Link auf Deine Kritik gesandt hast. Dann hätten wir eher reagiert.
Lieber Christoph (Ich kannte ihn übrigens bisher nicht.)
Ich kann ja nicht allen einen Link schicken. In den letzten Tagen habe ich hier iTunes, Harald Schmidt, Gmail, die Post etc. besprochen. Soll ich allen Bescheid sagen? Das sieht doch aus wie Hardcore-Akquise. Nein, wenn jemand interessiert ist, wie er im Netz repräsentiert ist, dann findet er sich schon irgendwann. Zugegeben, bei Blogs wäre “sofort” besser. Tja. Das kann ich Dir nicht abnehmen. Google Alert setzen? Habe ich auch für “Zeix” und “Peter Hogenkamp”, und abgesehen davon, dass er je nach CMS manchmal Zeug mehrfach schickt, funktioniert es sehr gut. Ist halt nicht so schnell wie die Alternative Technorati Watchlist, aber der traue ich noch nicht so ganz.
html-Mails mögen wir aus bestimmten Gründen nicht. Unter anderem, weil nicht alle E-Mail-Clients sie überhaupt zulassen.
Halb akzeptiert. html als Option bei der Anmeldung? Zugegeben, dann liest man es heute am PC und morgen auf dem PocketPC, und schon ist es wieder Mist. Was ist denn mit Multipart? Habe bisher nur in Pitches gehört, aber noch nie live gesehen, es sei denn, ich hätte es nicht gemerkt, weil es so toll funktioniert. Was ich einfach sagen will: Wenn Euer ganzes Business zu einem nicht unerheblichen Teil auf dem Newsletter basiert, müsst Ihr bei solchen Themen fitter sein als ich. :-) Und halt mehr Aufwand treiben als der 08/15-Newsletter. nemuk zieht nächsten Monat auch in die Kanzleistrasse, lad mal Qris Riner zum Kaffee ein, der weiss das doch alles im Schlaf.
Die Sache mit den Abständen stimmt – bei E-Mail-Clients, die default-mässig html erwarten. Aber die Mäuse haben heutzutage doch Räder, nicht?
Klar haben die Mäuse Räder. Aber ist trotzdem besser, wenn man keine Repetitive Stress Injury im Zeigefinger bekommt, weil Euer Newsletter so lang ist. Finde ich.
Die offen liegenden Links (“noise” in Deiner Lingo) sind bewusst so. So kommen sie in jedem Fall und mit jedem E-Mail-Client durch. Wir haben uns das so ausgedacht. Falsch?
Nee, aber nicht besonders usable. Dieses ganze Web ist technisch noch nicht so weit gekommen, dass die URL überhaupt keine Rolle spielen würde. Und bei Euch könnte sie einem einen zusätzlichen Hinweis auf den Inhalt geben, zumal wenn die Überschrift kryptisch ist, s.u., aber das macht sie nicht. Auch wenn ich im Browser am nächsten Tag http://www.inside-it.ch zu tippen anfange und eine halbe Sekunde warte, werden mit AutoComplete vier URLs vorgeschlagen: http://www.inside-it.ch/articles/4929, http://www.inside-it.ch/articles/4937, http://www.inside-it.ch/articles/4943, http://www.inside-it.ch/articles/4944. Welches davon war nochmal der interessante Artikel, den ich dringend einem Freund weiterleiten wollte? ;-)
Mit Signal-to-Noise-Ratio meine ich etwas anderes. Das ist eine etablierte Grösse, glaub eigentlich in der Nachrichtentechnik. Die Definition bei Wikipedia ist leider entsprechend technisch, aber bei answers.com steht der Zusammenhang, den ich meine: «As a Metaphor: The terms “signal” and “noise” are also used in chat rooms and Usenet discussions to refer to “meaningful discourse” versus “worthless blather.” Of course, the latter is always a subjective opinion.”» Für unsere Zwecke übersetzt: Es ist mühsam für den Leser, wenn er sich aus relativ viel Zeichen-Zeug die wenigen für ihn sinnvollen Inhalte herausfiltern muss. Zeug sind bei Dir z.B. die URLs (und wiederum die Leerzeilen), denn die tragen fast keine für den User sinnvolle Information, ausser dem Fünkchen, dass man weiss, dass man immer auf Eure Site geleitet wird und nicht etwa jedesmal woandershin.
Zu den Titeln: Kritik akzeptiert. Wir haben noch zu viele “rätselhafte” Titel. Andererseits haben wir viele LeserInnen, die genau das loben und mögen. Die Sache mit den Titeln ist eine Gratwanderung, auf der wir mal auf die eine (laaaangweilig), mal auf die andere (ich komm nicht draus) Seite kippen. Wir arbeiten dran, versprochen.
Na ja. Wenn man Leser hat, die Rätselraten toll finden und dafür Zeit haben. Ich habe 50 Subscriptions in Bloglines, und die Postings wollen auch alle gelesen werden, und die meisten buhlen mit verständlichen Titeln um meine Gunst.
Müsst Ihr letztlich selbst wissen. Ihr seht ja auch an den Clickthroughs, was zieht. Vielleicht liege ich total daneben und Rätsel-Headlines sind der Traffic-Magnet.
Das erste Beispiel, das Du erwähnst, (Nie mehr verschlafen), ist allerdings grad falsch. Das ist die “Freitagabend-Nachricht” – eine Kolumne, wie sie auf Nachrichtenseiten in der ICT-Szene selten und geschätzt ist. Und die hat immer rätselhafte Titel. Mein Favorit: The Good, The Bad and the Will http://www.inside-it.ch/articles/1103
Ahso. Da habe ich leider das Seminar verpasst, in dem der ganze Rest der Schweizer IT-Szene, als war geschult wurde, dass die Freitagabend-Nachricht immer rätselhaft ist. Sorry. :-)
Aufgefallen ist mir, dass Du inhaltlich nicht Stellung beziehst. Ob unsere Themenwahl gut oder schlecht ist, ob wir Stories recherchieren oder nicht, ob wir Sachen haben, die andere nicht bringen. Darüber sagst Du nichts. Was ich schade finde.
Doch, habe ich, allerdings für meine Verhältnisse sehr knapp: “Habe durchaus Bedarf an der präsentierten Information.”
Ich mach ja hier einen Usability-Blog und kein IT-Nachrichtenwatch. Und wie gesagt, ich hatte den Newsletter damals rund eine Woche, da war es mir einfach noch zu neu, um was dazu zu sagen.
Aufgefallen ist mir seitdem Euer Stil, Nachrichten teilweise auch “Blog-ähnlich” in einen Kontext zu stellen und zu kommentieren, zum Beispiel in 2,3 Millionen Arbeitslose wegen Weblogs. Das ist sicher pfiffig gemacht, aber man könnte sich die Frage stellen, ob hier nicht Nachricht und Kommentar zu eng verzahnt sind. Weil es ja auch einen geben muss, der die Nachrichten emotionslos nackt präsentiert, damit sie eben die anderen dann kommentieren können. Vielleicht seid Ihr ja im Geiste ein Blog, der nur als Newsletter daherkommt. :-)
Aber wie gesagt, das weiss ich selbst nicht. Ich behalte das mal im Hinterkopf und sag’s Dir dann.