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“Bundesrat zieht Notbremse bei Swisscom” Aufmacher bei Bluewin

Dass der Bundesrat der Swisscom Beteiligungen im Ausland untersagt, kann man ja schreiben, auch als Swisscom-Tochter.

(ganze Nachricht)

Allerdings vermutet man schon auf Anhieb, dass der erste Satz “Der Bund zieht bei der Swisscom die Notbremse” vermutlich nicht der offiziellen Sichtweise des Konzerns für den Vorgang entspricht, und in der Tat, die liest sich etwas anders. Aber die Nachrichten kommen ja auch nicht von Bluewin, sondern werden syndiziert, diese ist von der sda. Offenbar macht der Content-Lieferant keinen Newsfeed extra für Bluewin

Ausserdem, dies an die Adresse des Lieferanten, entspricht es wohl nicht den journalistischen Regeln, zu einer tagesaktuellen Meldung ein altes Bild zu stellen. Der Inhalt beruht, wie zu lesen ist, auf einer Anfrage der sda beim Finanzdepartement, und nicht auf einer (heutigen) Pressekonferenz von Alder und Deiss.


Wie würde Seth Godin Zeix verkaufen?

(Um die kommunikative Herausforderung zu verstehen, sollte der/die geneigte Leser/in wissen, was User Centered Development ist, oder das Vorgänger-Posting Von Usability-Testing zu User Centered Development gelesen haben.)

Kann man nun also User Centered Development in einem Satz erklären? Man muss! Obwohl der potenzielle Kunde nicht danach sucht, sondern z.B. nach “Usability”. Also muss man das Thema Usability auf einer Seite, oder auch nur in vier Zeilen, so verdeutlichen, dass der Kunde idealerweise sowohl merkt, dass wir kompetent sind, auch wenn er “nur” eine Testserie will, aber auch, dass wir ihm mit mehr helfen können als nur mit einen Test. (Die oben verlinkten Texte von zeix.com sind übrigens im Kern fast so alt wie die Firma. Keine Entschuldigung — sondern es dokumentiert unser Ringen mit dem Thema, und welche Mühe wir haben, uns auf etwas zu einigen, das es besser beschreibt. So lange bleibt halt das alte erstmal stehen. Aber bald machen wir mal was Neues… :-)

Auch vor ungefähr drei Jahren durften wir mal ein “Füllerinserat” machen. Das musste daher ziemlich schnell gehen. Die obere Hälfte sah so aus:

Grundsätzlich funktioniert die Aussage, denke ich. Wie wir auf das “@” in der Mitte gekommen sind, weiss ich auch nicht mehr genau. :-)

Wichtiger ist der Text darunter (hier nicht im Bild). Vor zwei Jahren schalteten wir dieses Inserat im Ehemaligenverzeichnis von HSG Alumni. Mit diesem Text unter den beiden Zielscheiben:

Zeix Usability Assessments bringen Ihre Website auf Erfolgskurs.

Auf Basis von Tests und Expertisen erhalten Sie Fakten über Wahrnehmung, Verhalten und Präferenzen Ihrer Kunden sowie direkt umsetzbare Verbesserungsvorschläge für Interface-Design und Web-Strategie. Das Ergebnis: Mehr und besser orientierte User und ein besser funktionierendes Business-Modell.

Besuchen Sie uns unter www.zeix.com/usability oder sprechen Sie mit Peter Hogenkamp unter +41 1 247 78 78.

(PDF des ganzen Inserats)

Soweit also der Stand 2003. Aber die Zeit ist ja nicht stehen geblieben seitdem, und unser Angebot auch nicht. Das Verzeichnis erscheint alle zwei Jahre, die neue Ausgabe geht in ein paar Tagen in Druck. Eine neue Version des Inserats ist also fällig. Wir waren mal wieder spät dran, also entschieden wir heute, halt nochmal dasselbe Sujet zu nehmen und nur den Text zu ändern. :-)

Ein Vorschlag von heute morgen:

Zeix bringt Ihre Website auf Erfolgskurs

Usability-Assessments: Auf Basis von Usability-Tests und Expertisen erhalten Sie Fakten über Wahrnehmung, Verhalten und Präferenzen Ihrer Kunden. User Centered Development: Für neue Anwendungen oder Redesign-Projekte entwickeln wir mit Ihnen das inhaltliche und funktionale Konzept, die Informationsarchitektur und das funktionale Design: strategiekonform und kundenfreundlich. Das Ergebnis: Weniger Umsetzungs- und Betriebskosten, längerer Produktelebenszyklus, mehr zufriedene und besser orientierte User.

Besuchen Sie uns unter www.zeix.com oder sprechen Sie mit Peter Hogenkamp unter +41 44 247 78 78.

Eigentlich wollte ich mich raushalten. Aber dann fiel mir Seth Godin ein. Seine Bücher und sein Blog bringen mich immerhin zum Nachdenken. OK, viele seiner Weisheiten sind eher gut verkaufte Platitüden. Aber nicht nur. Denn schon, wie er sich selbst vermarktet, ist das beste Beispiel dafür, dass es funktionieren kann. Ist zum Beispiel das hier ein Gemeinplatz?

“For a long time, the web has been about more. More links, more traffic, more hits, more choices. In the face of all that more, many sites (and most surfers) are not getting what they want. This free ebook proposes a different way of achieving your goals: less.”

(aus: The next free ebook (Squidoo!) – PDF am Ende seines Posts verlinkt)

Natürlich ist es etwas dünn. Aber passt es nicht auf unseren Text unter dem Inserat? Wir wollten ALLES in vier Zeilen packen. Kann das funktionieren? Wie erklärt man das, wofür ich hier 2500 Zeichen gebraucht habe, in vier Zeilen? Vor allem, wie gesagt, wie erklärt man es kurz angesichts der Tatsache, dass unsere Dienstleistung in den letzten Jahren immer umfassender geworden ist? Wie würde Seth Godin Zeix verkaufen?

Am Ende haben wir das hier in Druck gegeben:

Mit Zeix treffen nicht nur Ihre User besser ins Schwarze.

Durch «User Centered Development» beziehen wir das Verhalten und die Präferenzen Ihrer User in den Entwicklungsprozess ein und testen alle Entwürfe schon in der Konzeptionsphase.

So haben es alle leichter: Ihre Techniker, die Ihre Website umsetzen. Ihre Mitarbeiter, die die Inhalte pflegen. Ihre Projektleitung, die keine Überraschungen erlebt. Und Ihre Kunden, die schneller ans Ziel kommen.

Erfahren Sie mehr über User Centered Development auf www.zeix.com oder sprechen Sie mit Peter Hogenkamp unter +41 44 247 78 78.

(PDF final)

OK, der Text hat Kanten, zweimal “alle” fast hintereinander, und noch ein paar Stellen, die man noch etwas schöner texten könnte. Aber das ist nicht der Punkt. Sondern der, dass wir unseren ganzen Output, auf den wir doch immer so stolz sind, weggelassen haben. Konzept, Informationsarchitektur, funktionales Design etc. etc. — alles raus.

Funktioniert das wirklich besser? Keine Ahnung, es ist nicht mal gedruckt. Natürlich muss man die Details dann auf der Website bringen. Aber ich fühle mich besser damit. Weniger könnte mehr sein, trotz allem.

Wir bleiben dran. Aber erstmal danke, Seth.


Der Newsletter von inside-it.ch

Hallo inside-it

Habe vor einer Woche oder so Deinen Newsletter abonniert und kriege ihn jetzt jeden Abend. Habe durchaus Bedarf an der präsentierten Information. Formal kann mich Dein Newsletter aber nur halb beeindrucken.

Vor allem ist er laaang. Und hat mega viele Leerzeilen. Man scrollt ungefähr zehn Meter, bis man mal unten ist. Kann man das nicht ein bisschen zusammenschieben bei gleichem Inhalt? Doch, könnte man. Die Signal-to-noise-Ratio ist einfach nicht so toll. Neben den vielen Leerzeilen besteht die Hälfte des Newsletters, nämlich jede zweite Zeile (ausser bei der Werbung), aus URLs, die null Informationswert haben wie http://www.inside-it.ch/articles/4843. Ist ja schon schön, wenn man Purist ist und konsequent nur ASCII verschickt statt pseudomodernem html, aber in html könnte man immerhin die URLs verbergen, das wäre für Euren Content so schlecht nicht.

Zweitens finde ich nicht alle Titel sprechend genug. Heute zum Beispiel “Nie mehr verschlafen”. Was soll das heissen? Soll ich da klicken? Keine Zeit, zu wenig attraktiv, obwohl ich jedes Jahr im Schnitt einmal verschlafe (geht noch, finde ich). Oder gestern zum Beispiel “Im Geheimdienst Ihrer Majestät”. Der neue James Bond (heute vorgestellt laut SpOn)? Oder was? Ich habe nicht geklickt. Vorgestern “Krieg der Provider”. In welchem Bereich? Nur sowas und ein Link ist mir zu wenig zum Klicken. Zugegeben, das sind die schlechten, die anderen sind ok, aber Ihr seid doch Profis, also macht doch besser alle gut, sonst könnt Ihr die schlechten auch gleich weglassen.

Lest mal Microcontent: How to Write Headlines, Page Titles, and Subject Lines. Ist auch schon sieben Jahre alt, aber da steht immer noch alles drin.

Von: admin@inside-it.ch Datum: 14.10.2005 18:48

Betreff: Der Newsletter von inside-it.ch

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Intelligent, aktuell, kritisch:

http://www.inside-it.ch http://www.inside-channels.ch

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Die News von heute: 14.10.2005

Nie mehr verschlafen

http://www.inside-it.ch/articles/4845

ADIC will Overland – Overland zeigt kalte Schulter

http://www.inside-it.ch/articles/4842

Zürcher Startup lanciert CD-Ripp-Service

http://www.inside-it.ch/articles/4840

Heftiges Kommen und Gehen in der E-Health-Szene

http://www.inside-it.ch/articles/4834

Preisabsprachen führen zu Entschädigungswelle

http://www.inside-it.ch/articles/4831

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eMails: Ordnung muss sein!

eMails sind wichtige Dokumente und benötigen sinnvolle Organisation! -

nicht nur, weil es der Gesetzgeber verlangt…

…Ihr eMail-System verlangt das auch!

http://www.tradeware.ch/archive.html

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Verschwörungstheorien um OpenOffice 2.0-Verschiebung

http://www.inside-it.ch/articles/4830

Nokias neue Managerhandys

http://www.inside-it.ch/articles/4839

Wie gut haben Sie Ihre Kundenbeziehungen in Griff?

http://www.inside-it.ch/articles/4843

““““““““““““““““““(Werbung)““““““““““““““““““

SDSL Connect – einfach, schnell, günstig!

Waren Ihnen die ADSL-Bandbreiten schon immer zu tief, die Kosten für eine Standleitung aber zu hoch? Die Lösung bietet SDSL Connect von Cybernet. Profitieren auch Sie von symmetrischen Bandbreiten zu äusserst attraktiven Preisen. Bestellen Sie bis zum 31.10.2005 eine SDSL Connect Internetanbindung und wir schenken Ihnen ein ZyXEL Zugangsgerät.

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AMD eröffnet neue Dresdener Chipfabrik

http://www.inside-it.ch/articles/4835

Citrix migriert Presentation Server auf Windows 64-Bit

http://www.inside-it.ch/articles/4833

Auch H-Net an PayNet angehängt

http://www.inside-it.ch/articles/4829

Auf www.inside-channels.ch hat lesen Mitglieder heute folgende (zusätzliche) Stories:

Aldi in der Schweiz: Start in zwei Wochen

http://www.inside-channels.ch/articles/4832

Der Freitags-Channel-Job ist da

http://www.inside-channels.ch/articles/4844

Unic baut CRM-Lösung für Vereine

http://www.inside-channels.ch/articles/4841

Bechtle hofft auf “Rückenwind”

http://www.inside-channels.ch/articles/4837

Adi Krummenacher neu bei MediData

http://www.inside-channels.ch/articles/4836

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Website. Webseite. Homepage. Ist das soo schwer?

Seit fünf Jahren reden wir uns den Mund fusslig, manchmal durch direktes Verbessern, manchmal (bei Kunden) nur durch penetrantes Richtig-Vorsagen, aber es nützt irgendwie nichts. Die Begriffe werden immer noch wüst durcheinander gewirbelt.

Ist ja auch echt gemein, dass “Site” und “Seite” so ähnlich klingen, aber so ist das halt manchmal mit Fremdsprachen. Mannequin heisst auch nicht Männeken, obwohl es sogar davon kommt, und die meisten Leute wissen es einfach. OK, zugegeben, industry heisst auch nicht Industrie, sondern Branche, und die meisten wissen es einfach nicht und schreiben immer “die Film-Industrie”. Aber das ist ein anderes Thema.

Bei Wikipedia steht es wunderbar. Die leiten einen sogar von der Eingabe “Website” zu “Webpräsenz” weiter, damit sie ein deutsches Wort nehmen können. Von mir aus gern. (Wobei “Präsenz” auch nicht so richtig urdeutsch ist, bin nicht sicher, wie viele von 100 Deutschen erklären können, was das ist. Die Schweizer wissen es natürlich, weil sie ja die tolle Organisation Präsenz Schweiz haben. Aber zurück zu Wikipedias Website/Webpräsenz-Definition. Links gelöscht wegen der Lesbarkeit.)

Mit Webpräsenz (auch Webangebot, Webauftritt oder Website, englisch site – Ort, Standort, Platz, Stelle – nicht etwa Seite) wird ein ganzes Projekt im World Wide Web bezeichnet. (…)

So ist http://de.wikipedia.org als Gesamtes eine Webpräsenz, (…), während das, was jeweils im Browser angezeigt wird, eine einzelne Webseite ist. Die Startseite einer Webpräsenz (…) wird auch mit dem aus dem englischen abgeleiteten Ausdruck Homepage bezeichnet. Homepage ist also kein Synonym zu Webpräsenz, wie es oft falsch angewandt wird, sondern eben nur das Tor zu einer bestimmten Webpräsenz.

Ich find’s ja nicht mal so schlimm, wenn das Laien machen. Die einfach mal gelernt haben, dass Internetangebote “Homepages” heissen, und jetzt kriegen sie es halt nicht wieder weg.

Aber Fachleute. Internetverantwortliche von Firmen. Oder Journalisten. Können die nicht alle das da oben mal ausdrucken und sich in die Wand hängen. Oder es sich in die Hand schreiben “Site=eine, Seiten=viele”? Letztens hatte ich eine Testperson um zehn Uhr, die hatte sich “10.00″ auf den Handrücken geschrieben. Das ist Engagement!

Aber die Journalisten haben keinen Ehrgeiz, es richtig zu machen. Wenn AOL zum Beispiel Weblogs, Inc. kauft (ist schon eine Woche her), dann schreibt Spiegel Online unter dem Titel AOL kauft ein:

85 Seiten mit Web-Tagebüchern, die Themen von Reisen über Elektronik bis hin zu Familienproblemen behandeln, wird AOL dem Bericht zufolge übernehmen. Zu dem Angebot gehört etwa der auf Unterhaltungselektronik und verwandte Themen spezialisierte Blog Engadget.

85 Seiten für 25 Millionen Dollar. Nicht schlecht. Also 3.4 Millionen Dollar für eine Seite. Das sind van-Gogh-Dimensionen.

nutzbar.ch hat 78 Postings oder so. Ich glaub, ich mach noch sieben, und dann geh ich auch mal bei AOL anklopfen.


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