Agentur für Usability und User Education
Sich von Newslettern abzumelden, gleicht manchmal einem Hindernisparcours par excellence. In den letzten Wochen habe ich mich bei über 20 Newslettern abgemeldet, weil ich mich der Flut dringend entledigen wollte. Darunter war gerade einmal einer, bei dem das «Abmelden» überzeugend war.
Bei der Neugestaltung der Website des Flughafens Zürich haben wir die Benutzerfreundlichkeit in den Mittelpunkt der Neuentwicklung gestellt. Wir wollen dem Nutzer die Funktionalitäten und Inhalte auf den ersten Blick klar erkennbar machen und ihm eine intuitive Navigation durch die Website ermöglichen. Zudem ist es wichtig, die Bedürfnisse des Nutzers in den Mittelpunkt zu stellen, um uns von internen Sichtweisen und Meinungen, wie die Website des Flughafens auszusehen hat, weitestgehend zu lösen. Wir wollen weiterhin das Ziel verfolgen, den Nutzer unserer Website nicht zum Nachdenken zu zwingen. Jede Weiterentwicklung der Website wird künftig unter den Aspekten des User-Centered Designs erfolgen.
Jussi Jokinen, Marketing Communication und Head of New Media von Unique (Flughafen Zürich AG)
Heute bei Bluewin.ch gesehen:
Was?! 4 von 10 kiffen?
Ist ja kaum zu glauben! - Aber der Klick auf die Headline gibt den Blick frei auf den ausführlicheren Inhalt: Es sind «zum Glück» nur 4 % (Prozent), also 4 von 100 (Hundert) und zwar weltweit und erst noch ungeachtet von gesundheitlichen Bedenken. Und wie viele sind es, die gesundheitliche Bedenken äussern und trotzdem konsumieren? Kommt man dann auf diese 4 von 10?
Ich mache gerne Musik - ausser am letzten Sonntag des Monats. Dann ärgere ich mich. Weil mich immer erst die Proberaumtür daran erinnert, dass die kleinen Scheine für meinen Mietanteil noch auf dem Küchentisch bereit liegen. Wer nun «Dauerauftrag» denkt, der unterschätzt Kollege E. und seinen kreativen Beitragsschlüssel, den er als Mitmusiker monatlich neu errechnet. Man müsste nun – so mein Gewissen – gleich im Proberaum den fälligen Betrag aus der Westentasche zaubern können.
Im ausverkauften Letzigrund verfolgten letzte Woche 24′500 Zuschauer das Spiel zwischen dem FC Zürich und Real Madrid. Obwohl der FCZ verloren hat, war dieser Abend für viele Fans das Highlight der Saison. Nach dem hart umkämpften Weg zur Qualifikation standen die Spieler nun dem berühmten weissen Ballett (diesmal allerdings in schwarz) gegenüber. Doch nicht nur die Mannschaft musste grosse Anstrengungen auf sich nehmen um dorthin zu gelangen, auch für die Fans war es ein weiter Weg bis ins Stadion und dieser Weg führte unausweichlich über den Fanshop oder Ticketcorner.
Wer kennt das Szenario nicht: Ich fahre mit dem Auto an eine Ampel heran und starre konzentriert auf das grüne Licht … schaffe ich es noch oder wechselt es auf gelb bevor ich durch bin. Da käme es mir super entgegen, wenn ich wüsste, wie lange ich noch Zeit habe, bis die Ampel wechselt. Exakt dies tut dieser Sekundenzähler, gesehen in Indonesien: Er zählt die Sekunden rückwärts bis Null, dann wechselt die Ampel.
Während meines Sabbaticals in New York entdeckte ich auf dem Blog von Swiss-Miss die iPhone (bzw. iPod Touch) Applikation UpNext. Diese lässt den Benutzer Manhattan mit einer 3D-Karte erforschen, Bars, Klubs, Geschäfte und mehr finden oder auch sich selber lokalisieren. Die Anwendung, insbesondere die Karte, läuft sehr flüssig und es macht Spass, über New York zu fliegen und die Stadt zu erkunden.
Gestern war ich mit meiner Partnerin bei IKEA. Wie alle IKEA-Kunden wissen, ist die Selbstbedienung ein wichtiger Bestandteil des Konzepts: von der Auswahl der Artikel über das Abholen im Lager bis zum Zusammenbau zu Hause wird nahezu alles von dern Kunden erledigt. Was liegt also näher, als auch den Bezahlprozess in Eigenregie durchzuführen?
Habe gerade erst eine Studie unserer Hamburger Usability-Agentur-Kollegen von SirValUse vom letzten Jahr entdeckt (via @routerank bei Twitter): Deren «Branchenmonitor Reisen 2008» hat ergeben, dass Reisewillige, die im Internet für ihre Reise recherchieren, sich auf durchschnittlich 13 Websites bewegen. Das ist ganz schön viel - und zeigt, wie sehr die Usability vieler Reisewebsites offenbar noch in den Kinderschuhen steckt. (Oder wie schwer sich die Leute tun, sich angesichts der vielen Optionen zu entscheiden. Oder beides.)
Immer mehr Produkte werden im selbstbedienten Verkauf via Touchscreen-Automaten angeboten. Weil diese Automaten oft wichtige Güter unseres täglichen Lebens betreffen (z.B. Bankomaten) und sich an alle richten, müssen sie zur Bedienung massentauglich sein.
Dies ist besonders schwierig bei komplexen Produkten wie dem Sortiment des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV). Die mangelnden Kenntnisse der Produkte bilden die erste grosse Hürde, und dann müssen sich die User noch durch -zig verschiedene Abläufe mit mehreren Optionen hindurchwählen (und manchmal -quälen).
Da gibt es Einfacheres, aber auch da liegt - wie so oft - der Teufel im Detail.