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Welt-Usability-Tag Countdown: noch 7 Tage

SixTrial & Error

Ich ziehe um und brauche ein Zügelauto. «Zügelauto» fragen sich unsere nördlichen Nachbarn, was soll denn das sein? Auto mit Zügeln anstatt Lenkrad (für die Schweizer «Steuerrad»;-)? Das fragen sich aber nicht nur die nördlichen Nachbarn, sondern auch Google. Auf der ersten Seite erscheint keiner der grossen Autovermieter (hier könnte man sich relativ einfach einen Wettbewerbsvorteil verschaffen mit guter Suchmaschinenoptimierung) sondern gesundheitstipp.ch die vor dem Überladen des Zügelautos warnen.

Zurück zum eigentlichen Thema. Ich ziehe um und brauche einen «Umzugswagen» (ganz stolz auf mich, dass ich die Suchanfrage so gewandt zu «Miete Umzugswagen» abgewandelt habe – etwa 50% der Internetnutzer würden aus unserer Erfahrung im zweiten Versuch eher «Zügelwagen Zürich» eingeben, um mehr Treffer zu erhalten nach dem Motto: Ich sags dem System genauer, dann findet es auch etwas) finde ich zu Sixt, Seite Topangebote.

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Ganz übersichtlich die Website, ich wechsle auf die Lasche «LKW/Transporter» und wähle den billigsten Bus aus. So weit, so gut.

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In der übersichtlichen Lightbox wähle ich Abholort, Datum und Zeit (natürlich von früh bis spät, weil ich das Auto ja möglichst nur einen Tag mieten will).

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Prima auch der nächste Schritt. Mir wird eine alternative Abholstation vorgeschlagen, weil an der Pfingstweidstrasse um 7 Uhr noch geschlafen wird. Am Airport ist aber bereits ab 6 Uhr Betrieb. Weiter mit Zürich Airport.

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Und jetzt die Denksportaufgabe. «Bitte wählen Sie eine andere Station, eine andere Zeit oder eine anderes Angebot aus.» (interessante Grammatik). Das ergibt also folgende Optionen:

  • 7 Uhr ist zu früh, weil dann am Airport doch auch noch alle schlafen (kann aber fast nicht sein, weil vorher was von ab 6 Uhr stand)
  • 18 Uhr ist zu spät, weil die, die um 6 Uhr aufmachen irgendwann Feierabend machen (Dummerweise falle ich hier nochmals ganz aus dem Prozess raus, weil ich mit dem Backbutton zurück will zu den Öffnungszeiten am Airport, lande dadurch aber wieder bei Google.)
  • In Zürich Airport gibt es gar keine solchen Lieferwagen
  • In Zürich Airport gibt es an diesem Tag keine solchen Lieferwagen
  • In Zürich Airport gibt es zur gewählten Zeit am gewählten Tag keine solchen Lieferwagen
  • Etc.

Trial and Error ist angesagt. Nach etwas 10 Versuchen habe ich mit scharf durchdachter Suchstrategie ermittelt: Am Zürich Airport gibt es keine solchen Lieferwagen.

Schade, eigentlich ziemlich schön gemacht. Leider aber einige kleine Fehler eingebaut, die mich zum Verzweifeln bringen:

  • Wieso schlägt mir das System einen Standort vor, an dem es das Fahrzeug, das ich explizit gewünscht habe nicht gibt? Der Programmierer hat wohl die Reihenfolge der Validierung festgelegt: zuerst angegebene Zeit mit Öffnungszeiten des Standorts abgleichen, dann Verfügbarkeit des Fahrzeugs am Standort überprüfen; Dabei hat er nicht beachtet, dass je nach Use Cases die Zeit, das Fahrzeug oder die Abholstation die flexible Variable ist.
  • Wieso erhalte ich beim zweiten Fehler eine nicht nachvollziehbare Fehlermeldung, die mich in den Trial & Error-Modus zwingt? Bei der Validierung von Standort und Öffnungszeiten ist es ja nicht schlecht gelöst, wie man dem User bei einem Fehler weiterhilft.
  • Und an die ganze Branche: Wieso finde ich Euch bei Google nicht unter «Zügelauto». Das heisst i de Schwiiz halt eifach so.

Fazit wie so oft: Der Teufel liegt im Detail.

Noch 7 Tage bis zum Welt-Usability-Tag mit dem Thema «Transportation». Lesen Sie hier jeden Tag über eine Usability-Hürde oder eine gute Usability-Lösung im Bereich Verkehrs- und Transportwesen.

Wettbewerb
Haben Sie selbst ein Foto von einer Usability-Tücke oder einem Highlight gemacht, das mit Verkehr und Transport zu tun hat? Senden Sie Ihre kommentierten Fotos an info@zeix.com. Für die besten drei gibts Kinogutscheine.

Mehr Informationen zum World Usability Day 2008.


Anchors in Websites

Auf sehr vielen FAQ (Häufige Fragen) Seiten findet man nach dem Klick auf einen Link nicht sofort seine Antwort:

Exsila FAQ Links

Ein Klick auf “Was kostet Exsila?” führt mich weiter unten auf die Seite - wenn ich nicht weiss, wie Anchors funktionieren, muss ich meinen Inhalt aber erst mal suchen, er “klebt” oben an der Seite:

Exsila FAQ Resultate

Selbst wenn man es weiss, besonders intuitiv ist es nicht, zudem weiss man beim Klick auf den Link ja meist noch gar nicht, dass man auf der selben Seite bleibt.

Lösungsansätze

Ich beobachte oft die Lösung, den Anchor “falsch”, also weiter oben zu setzen, so dass der gewünschte Inhalte in der Mitte der Seite ist. Viel helfen tut dies für die Orientierung jedoch nicht, da der Inhalt auch so nicht sofort intuitiv erfassbar ist.

Vor 9 (!) Jahren habe ich eine Website gemacht für das Seminarhotel Herzberg

Bitte nicht erschrecken, damals hat man noch munter mit Frames gespielt und ich wusste nicht einmal, wie man “you are here indication” schreibt. Sprich man weiss öfters nicht so genau, wo in der Site man gerade ist.

Aber beim Kursprogramm habe ich damals Anchors so eingesetzt, wie ich es wenn immer möglich heute noch empfehle: Die Inhalte, auf die der User springen wird, sollten möglichst weit auseinander liegen (möglichst viel Raum haben), so dass es beim Runterscrollen zwar lustig aussieht (=viele Löcher in der Seite hat), aber beim Klick auf die Anchors dafür der gewünschte Inhalt sofort sichtbar ist.

Herzberg Kursliste

Seht es euch selbst an, indem ihr auf dem Kursprogramm auf einen der Kurse klickt: http://www.herzberg.org/framecontainer/kurseset.html

Herzberg FAQ

PS: Für FAQs ist die Lösung mit den Anchors eine sehr gute Lösung, da User nach Beantwortung der Initialfrage sehr gerne auch in den Antworten rundherum stöbern. Wer es etwas moderner machen kann, soll sich jedoch ein Beispiel an local.ch nehmen, dort klappt die Antwort direkt unter der Frage auf! http://www.local.ch/de/faq

PPS: Wir empfehlen Anchors eigentlich nur auf FAQ-Seiten und Alphabetischen Listen, ansonsten sollte man sich diese Art von Content-Navigation gut überlegen (und am besten uns nach Alternativen fragen ;-)


Zielgruppentriage mal anders

Wir hören in Projektbeginn-Sitzungen von Kunden öfters den Wunsch oder die Frage, ob man nicht auch eine Navigation nach Zielgruppen oder nach Lebenssituationen anbieten könnte, um so die User zielgruppengerecht mit Information zu versorgen.

Leider funktioniert das in den meisten Fällen nicht aus verschiedenen Gründen, unter anderem weil man praktisch nie alle Konstellationen z.B. von Alter, Familienstand, Nutzungssituation etc. abfangen kann. Dann herrscht für den Rest der Sitebesucher Verwirrung, wohin sie sich klicken sollen, passt doch keine Situation zum Gesuchten.

Nicht so bei Heineken, die sich zur Zielgruppentriage für ihre Website eine ganz einfache Lösung ausgedacht haben:

Einstiegsseite heineken.ch

Für diesen Einstieg: Kompliment! (Von den nachfolgenden Seiten reden wir jetzt nicht; machen Sie sich selbst ein Bild …)

Nebenbei freuts uns natürlich auch, dass man bei “noch nicht 18″ zur von Zeix user-centered-designten Website von Swissmilk kommt :-) .


Fiese Pflichtfelder

So was gemeines habe ich schon lange nicht mehr gesehen, ich habe mich am Anfang ja noch gewundert warum die E-Mail-Adresse kein Pflichtfeld ist bei einer Newsletter Abonnierung.

Formular Usability zum 100.

Liebe Formulardesigner,

Pflichtfelder werden standardmässig mit einem Stern gekennzeichnet.
Freiwillige Felder nicht.

Vielen Dank für Ihre Kooperation, es grüsst Sie freundlichst

Ihr verzweifelter User


youme.net unter youme.net nicht erreichbar

Über das das Thema “www oder ohne www” gibt’s schon reichlich Blogposts, etwa hier oder hier. Ich habe, glaube ich, schon 2003 oder so das erste Mal in “Was User lieben, was sie hassen”, Videos gezeigt, wie ärgerlich es für den User ist, wenn eine Website ohne www nicht funktioniert.

Verschärft wird das Problem bei Webangeboten, die sich auch so nennen. Wenn “Spiegel Online” nur unter www.spiegel.de läuft, kann man das noch ansatzweise konsistent nennen (aber trotzdem nicht usable, schliesslich sollte man ja fehlertolerant reagieren; entsprechend funktioniert spiegel.de auch); dagegen muss ein Angebot “amazon.de“, das ja zugleich Name und Adresse ist, natürlich auch unter dieser erreichbar sein (was es auch ist).

Dumm gelaufen insofern beim neuen Schweizer myspace-Klon “youme.net”, das eben leider nicht unter youme.net erreichbar ist, sondern nur unter www.youme.net.

Doppelt dumm, wenn man so einen Newsletter verschickt

es ist soweit, youme.net ist online
Marcel Meier Wed, Apr 18, 2007 at 11:21 AM
To: “youme.net BETA Tester” <info@youme.net>

youme.net ist online!

…und da du dein Interesse bereits bei uns angemeldet hast, gehörst du zu den ersten BETA-Usern von youme.net.

Das „social media network“ der Deutschschweiz ist ab sofort in einer public BETA-Version unter www.youme.net auffindbar.

Jetzt kannst du dein Profil anlegen, deine Fotos, Texte oder Videos speichern und deinen Freunden zeigen. Die Benutzer können ihre Seite selber gestalten, sich vernetzen, Gruppen bilden, Themen gemeinsam bearbeiten und so wiederum neue Leute kennenlernen. Wer besonders aktiv ist, resp. ein besonderes Talent hat, der wird von unseren Online-Redaktoren entdeckt und in unsere Wochenschau eingeladen. Und damit die ganze Sache so richtig Spass macht, lanciert das youme-Team immer wieder Talent-Wettbewerbe in verschiedenen Themenbereichen wie Entertainment, Karriere, Gesellschaft+Politik oder Sport+Lifestyle, welche weit über die reine Online-Präsenz hinaus gehen.

Das Prinzip ist ganz einfach: Das youme-Team inspiriert, die Benutzer generieren spannende Inhalte, die Freunde und Betrachter geben ihr Feedback und bestimmen so die besten Beiträge. Eine Experten-Jury ermittelt den Sieger - und schon darf gefeiert werden.

Ein „social media network“ wächst und gedeiht mit seinen Usern. So haben wir uns entschieden, eine public BETA Version zur Verfügung zu stellen, damit wir möglichst viele Inputs und Anregungen von den Opinionleadern und ersten youme-Mitgliedern erhalten. Wir werden laufend neue Features, Services, Anpassungen etc. hochladen und Eure Inputs verarbeiten. Gemeinsam können wir aus youme.net eine echt starke Plattform machen. Für die Benutzer ist die Plattform selbstverständlich kostenlos zugänglich.

Es würde mich sehr freuen, wenn du schon bald auf www.youme.net anzutreffen wärst und die Plattform für deine Anliegen, Netzwerk und Botschaften brauchen würdest. Du hast was zu sagen – wir haben den Lautsprecher dazu!

Jetzt aber genug der schönen Worte. Schau dich doch einfach mal auf www.youme.net um und melde dich, wenn wir dich unterstützen können. Falls du uns besuchen kommen möchtest, wir sind hier http://map.search.ch/zuerich/ausstellungstr.60.

Du hast das Talent – wir haben die Plattform!

Zeig es uns!

marcel meier

youme.net

swiss social media network

skype: youme.net

www.youme.net

Man sieht, dass im Newsletter immer nur www.youme.net anklickbar sein soll und der Name youmet.net nicht. Allerdings hat Marcel Meier da die Rechnung ohne die Mailclients gemacht, die vielfach selbstständig alles, was wie eine URL aussieht, auch als Link formatieren. GMail zum Beispiel zeigt mir die Mail so an:

es ist soweit, youme.net ist online
Marcel Meier Wed, Apr 18, 2007 at 11:21 AM
To: “youme.net BETA Tester” <info@youme.net>

youme.net ist online!

…und da du dein Interesse bereits bei uns angemeldet hast, gehörst du zu den ersten BETA-Usern von youme.net.

Das „social media network“ der Deutschschweiz ist ab sofort in einer public BETA-Version unter www.youme.net auffindbar.

Jetzt kannst du dein Profil anlegen, deine Fotos, Texte oder Videos speichern und deinen Freunden zeigen. Die Benutzer können ihre Seite selber gestalten, sich vernetzen, Gruppen bilden, Themen gemeinsam bearbeiten und so wiederum neue Leute kennenlernen. Wer besonders aktiv ist, resp. ein besonderes Talent hat, der wird von unseren Online-Redaktoren entdeckt und in unsere Wochenschau eingeladen. Und damit die ganze Sache so richtig Spass macht, lanciert das youme-Team immer wieder Talent-Wettbewerbe in verschiedenen Themenbereichen wie Entertainment, Karriere, Gesellschaft+Politik oder Sport+Lifestyle, welche weit über die reine Online-Präsenz hinaus gehen.

Das Prinzip ist ganz einfach: Das youme-Team inspiriert, die Benutzer generieren spannende Inhalte, die Freunde und Betrachter geben ihr Feedback und bestimmen so die besten Beiträge. Eine Experten-Jury ermittelt den Sieger - und schon darf gefeiert werden.

Ein „social media network“ wächst und gedeiht mit seinen Usern. So haben wir uns entschieden, eine public BETA Version zur Verfügung zu stellen, damit wir möglichst viele Inputs und Anregungen von den Opinionleadern und ersten youme-Mitgliedern erhalten. Wir werden laufend neue Features, Services, Anpassungen etc. hochladen und Eure Inputs verarbeiten. Gemeinsam können wir aus youme.net eine echt starke Plattform machen. Für die Benutzer ist die Plattform selbstverständlich kostenlos zugänglich.

Es würde mich sehr freuen, wenn du schon bald auf www.youme.net anzutreffen wärst und die Plattform für deine Anliegen, Netzwerk und Botschaften brauchen würdest. Du hast was zu sagen – wir haben den Lautsprecher dazu!

Jetzt aber genug der schönen Worte. Schau dich doch einfach mal auf www.youme.net um und melde dich, wenn wir dich unterstützen können. Falls du uns besuchen kommen möchtest, wir sind hier http://map.search.ch/zuerich/ausstellungstr.60.

Du hast das Talent – wir haben die Plattform!

Zeig es uns!

marcel meier

youme.net

swiss social media network

skype: youme.net

www.youme.net

Tja, und das führt dazu, dass die Hälfte der Links nicht anzeigbar sind, insbesondere der allererste. Das ist doch irgendwie doof, oder?

Sieht für mich aus aus, als wüssten die Macher nicht, dass man beide URLs aktivieren kann. Und da muss ich dann sagen, wenn ich sowas schon der “Old Economy” nicht nachsehen kann, dann einem jungen, hippen Internet-Startup erst recht nicht.


24-Punkt-Website

Dachte, sowas gibt es nicht mehr, aber genauso wie es immer noch WordArt gibt, gibt es auch noch 24-Punkt-Schrift und solche krassen Farben: superpunkte.info. Angucken!

Bin darauf gekommen über einen euphorischen “Kunden”-Kommentar von “Smylie”, der niemand anders ist als der Betreiber der Website selbst.

(Mein Lieblingsbeispiel www.switzerlandmarket.com ist auch noch - oder wieder?, einmal waren sie weg, als ich sie dem VBS in Bern zeigen wollte - da.)


Zurücksetzen. NEIIIIN, Senden!

Kontaktformular. Eine der ältesten Anwendungen der Welt.

Hand hoch, wem es noch nie passiert ist, dass er hier versehentlich auf “Zurücksetzen” gedrückt hat.

Der Button ist so überflüssig wie ein Kropf und auf dieser Art Formular immer schon ein Fehler gewesen. Und hat trotzdem zehn Jahre Web überlebt.


Was User hassen: “Lustige” Websites

Schlimmste Sorte. Homepage des “Hotel Wedina“, Hamburg.

Hotel-Wedina-Hamburg 2007-02-08

Den Designer sollte man ohrfeigen für dieses Ratespiel. Und wenn er sagt: “Aber bei Rollover sieht man ja, wofür was steht”, gleich nochmal.


Reisewebsite mit ungewöhnlichen Einstiegen

Bei ersten Vorsondierungen für den nächsten Urlaub stiess ich kürzlich auf die Website des staatlichen marokkanischen Fremdenverkehrsbüros.

Eine Tourismus-Website soll ja Appetit auf die Landschaften und das Tourismusangebot des Landes machen. Und auf den ersten Blick gelingt das der Website mit ihren Stimmungsbildern auch.

Doch leider hat man beim letzten Redesign versucht, die Einzigartigkeit des Landes durch eine aussergewöhnliche Navigation zu unterstreichen, wie man nicht ganz ohne Stolz in einem Banner ankündigt:

Sag mir wer Du bist ...

Wie sieht diese “originelle Methode” im Detail aus? Neben der klassischen Hauptnavigation und einigen Teasern im Content-Bereich gibt es noch andere Einstiege im untern Bereich der Seite, die man zunächst einmal verstehen und auseinander halten muss.

Einstiege unten: Wo trifft man seine Auswahl?

An den aktiven Formulierungen (”Ich plane meine eigene Rundreise” etc.) ist zu erkennen, dass man möglichst in der Usersprache texten wollte. Beim folgenden Beispiel frage ich mich allerdings, was ich als User denn ausser klicken und browsen sonst noch mache, wenn ich woanders einsteige:
Ich klicke, ich browse ...

Neben diesen verschiedenen Einstiegen fällt auf der Startseite noch ein vom Interaktionsstandpunkt aus gesehen aussergewöhnliches Element auf: der “Filmstreifen” im Content-Bereich. Darin werden rund ein Dutzend verschiedene Themen angepriesen, von denen immer nur drei gleichzeitig sichtbar sind. Zu den andern muss man über Pfeile links und rechts des Filmstreifens navigieren.

Filmstreifen: Wo klicke ich, um nach rechts zu kommen?

Abgesehen davon, dass diese Filmstreifennavigation keinen raschen Einstieg in die Themen ermöglicht (vom ersten bis zum letzen Thema dauert das Scrollen rund 30 Sekunden), fällt auch noch was anderes auf:

Um die Themen rechts des sichtbaren Ausschnitts zu sehen, werden die meisten User intuitiv auf den Pfeil rechts vom Streifen klicken. Dies entspricht dem konventionellen Verhalten eines Scrollbalkens. Doch auf www.tourismus-in-marokko.de verhalten sich die Pfeile genau umgekehrt: Der rechte Pfeil “zieht” den Filmstreifen nach rechts und macht die Themen links des sichtbaren Ausschnitts verfügbar. Dies hat zwar auch seine Logik, ist aber eher kontraintuitiv und gewöhnungsbedürftig.

Hinweis: Wer auf der Website einfach nur etwas “klicken und browsen” möchte, sollte das unbedingt im Internet Explorer tun: der Firefox ist durch die Collage-Technik der Website überfordert (Es steht ja dort auch deutlich in der Fusszeile: «Web-Site optimiert gießen Sie Internet Explorer 6.0 und rüber»).


DIE DEUTSCHEN KOMMEN - Und wie lieb wir sie haben

Fange an, Material zu sammeln für “Was User lieben, was sie hassen - 2007″ an der Orbit-iEX. (Programm steht noch nicht.) Will mal versuchen, ein paar Sachen hier vorab zu posten - natürlich weniger ausführlich erklärt, die Folien mache ich wie immer drei Tage nach der Deadline.

Hier ist was bei der mehr oder weniger neuen Website des Schweizer Fernsehens, das für Verwirrung sorgen dürfte.

Bei der Übersicht der Episoden der Sendung DOK gibt es dieses Teaser-Format: links Foto, rechts Text.

Screenshot

So weit, so gut. Wenn man jetzt aber eine Sendung anklickt, zum Beispiel “Die Deutschen kommen“, gelangt man auf die Detailseite - und die sieht haargenauso aus:

Screenshot

Man hat also das Gefühl, man ist wieder auf einer Übersichtsseite - was aber nicht stimmt, sondern vielmehr sind die einzelnen “Kapitel” der Sendung nur im genau gleichen CMS-Template abgefüllt wie die Übersicht. Das ist verwirrend, weil der Benutzer sich auf der Seite vorher gemerkt hat: Querbalken gleich Sendung.

Usability-Regel: Was gleich aussieht, muss auch das gleiche bedeuten und umgekehrt. Abhilfe wäre: die grauen Querbalken hierweglassen und durch ein anderes, weniger trennendes Format ersetzen.

PS. Der Titel dieses Beitrags ist natürlich ein Beispiel für schlechte Usability, aber das habe ich mir gegönnt… :-)


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