ZeixlogoGraue Linie

Agentur für User-Centered Design


Suche:


Hauptnavigation:

Seiten

Abonnieren

Kategorien

Archiv

Feeds abonnieren

RSS-Feed, was ist das?

Startseite

Usability-Weblog der Zeix AG

Mädchen machen die Gadgets von morgen

Heute ist Welt-Usability-Tag, schon zum 9. Mal – Thema Engagement. Wie immer teilen wir uns “unseren” Feiertag mit dem Nationalen Zukunftstag. Grund genug, sich wieder einmal für die Zukunft von User-Centered Design zu engagieren. Also Mädchen ans Reissbrett!

Mädchengruppe beim Zukunftstag

11 Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren probierten den Beruf der Informationsarchitektin / User Experience Architektin bei uns aus.

Die Aufgabe: ein Schweizer Uhrenhersteller beauftragt unsere Junior Architects, ein digitales Gerät für den Arm zu entwickeln und festzulegen, was da drauf nützlich ist. Diese Aufgabe haben sie bravourös und fantasievoll gelöst.

Requirement 1: Das Gerät selbst muss variabel sein.

Alle fünf Geräte der Schülerinnen konnte man aufklappen oder sonstwie die Grösse des Bildschirms verändern. Zwei Geräte konnte man vom Armband trennen, um sie in der Tasche zu verstauen oder zusätzlich zum Telefonieren einzusetzen. Eine weitere Idee war es, die Gehäusefarben jeweils automatisch an das eigene Outfit anzupassen. Auch ein unendlicher (!) Akku und eine Selbstreinigungsfunktion des Displays waren unter den Anforderungen – kauf ich sofort.

Fotostrecke zum Prototyping

Zukunftstag: Mädchen entwickeln Apps im User-Centered Design mit Knetmasse als Prototyping-Tool.

 

Bekannte Apps und Eigenkreationen

Die Mädchen legten dann fest, was auf dem Gerät laufen soll. Dabei konnten sie aus von uns vorgeschlagenen Apps wählen und ihre eigenen Wünsche ergänzen. Wenig überraschend war die ganze Palette der Kommunikations- und Fotoapps – wobei Facebook oder Twitter es zum Teil nicht oder nur noch knapp auf die Listen schafften.

Auswahl von Apps für die Smartwatch

Wunschliste der Apps für das selbstkreierte Smart Gadget.

Aber auch tolle Ideen für selbsterfundene Apps kamen auf die Anforderungsliste. «Buck» z.B. wäre eine App, mit der man sofort ein Buch lesen kann, das frau in einem Laden entdeckt hat. Das Gerät «Disco Power» mit passender App erfand eine andere Gruppe. Dieses Smart Gadget kann nicht nur Disco-Atmosphäre zaubern, sondern hat auch eine App, über die man die Lichtanlage steuern kann.

Mädchen zeichnet Screens für eine Smartwatch

App skizzieren am Zukunftstag: so funktioniert die «Disco Power App»

 

Besonders schön fanden wir, dass das Lesen von Büchern ein Thema bleibt – nur teilten sich die Meinungen, ob man das künftig lieber auf Papier oder auf dem Bildschirm tut. Ebenso unentschieden ging aus, ob das erfundene Gerät das Handy ergänzen soll – oder eher ersetzen…

Fazit

Wir haben uns gefreut, dass die Mädchen mit Ideenreichtum und Feuereifer dabei waren. Der Tag war auch für uns lehrreich und spannend. Insofern haben uns die Besucherinnen optimistisch für die Zukunft der ICT-Branche gestimmt. Danke, Mädels!

 


Engagement durch bessere Rechtskenntnisse

Beitrag von Walter Angst, Leiter Kommunikation beim Mieterinnen- und Mieterverband Zürich zum Thema «Engagement durch gute User Experience», World Usability Day 2014

Hilfe zur Selbsthilfe war das grosse Motto, als ich vor zehn Jahren in der Kommunikationsabteilung des Mieterinnen- und Mieterverbandes (MV) angefangen habe. Wir wollten und wollen zur Miete wohnenden Menschen die Hebel des Mietrechts näher bringen, mit denen sie sich für ihre Rechte engagieren können.

Wir hatten schon damals eine Website mit Tipps, Tricks und Tools. Ihre schiere Menge hat selbst mich oft ratlos zurückgelassen. Im kleinen Büro an der Tellstrasse bildeten sich Abend für Abend die Schlangen von Leuten, die sich das Basiswissen offline beschaffen mussten.

Die im Online-Ratgeber des Mieterverbandes vorhandenen Fachinformationen haben sich in den letzten zehn Jahren nochmals vermehrt. Vor 18 Monaten haben wir einen Strich gezogen. Wir haben erfahrenen Berater/-innen des MV den Auftrag gegeben, die Text-Ressourcen auf die Bedürfnisse der Webuser herunter zu brechen. Und wir haben Zeix gebeten, uns Vorschläge für die Erschliessung der Informationen zu machen.

400 Fragen und Antworten, 60 Fachbegriffe, 120 Merkblätter, Formulare und Musterbriefe, die Gesetzestexte und  neue Tools sollen ihren Praxisnutzen in Kürze besser entfalten können. 

Screenshot aus künftiger Website des Mieterverbands.

Vorschau: Künftiger Ratgeber Mietrecht des Mieterinnen- und Mieterverbands

Für das Gelingen gibt es zwei Gradmesser:

  • Engagement von mehr Mieter/innen: Erfolgreich waren wir, wenn die Zahl der Mieter/-innen steigt, die dank leicht zugänglichem Basiswissen als selbstbewusste Konsument/-innen auftreten.
  • Mehr Zeit für Engagement der Berater/-innen: Ebenso wichtig ist für uns, dass die Berater/-innen des MV künftig mit gut vorinformierten Ratsuchenden mehr Zeit für die Wahl der Mittel investieren können, um das Recht der Mieter/-innen durchzusetzen.

Wir freuen uns auf den Launch Ende November 2014.

 


Usability zur Durchsetzung von Menschenrechten

Beitrag von Thierry Corbat, Webmanager bei Amnesty International Schweiz zum Thema «Engagement durch gute User Experience», World Usability Day 2014

Amnesty International Schweiz setzt jährlich gegen 2000 Artikel auf 4 Websites in insgesamt 9 Sprachversionen online mit Inhalt für Schülerinnen, Journalisten, Mitglieder, Spenderinnen und alle Amnesty- und Menschenrechts-Interessierte.

Davon sind 500 Urgent Actions, d.h. die User versenden E-Mails, Fax und Briefe an die verantwortlichen Behörden, um sie unter Druck zu setzen. Dazu brauchen wir das Engagement möglichst vieler Leute.

Beispielseiten für PR zum Fall Jabbar Savalan.

Urgent Actions: Amnesty schafft Öffentlichkeit für die Freilassung von Jabbar Savalan (Aserbeidschan)

Da kann einem der – natürlich – bestehende Anspruch auf gute Usability schon bange machen. Für 4-5 solcher Fälle pro Jahr schalten wir eigene Petitions-Microsites online, wie z. B. stop-folter.amnesty.ch. Das Engagement der User unterstützen wir dort mit maximal vereinfachter Aufbereitung.

Beim Grossteil der mehreren hundert Urgent Actions fördern wir das Engagement durch eine möglichst benutzerfreundliche Darstellung. So kann man die Liste der Fälle nach Themen und Ländern filtern.

Filteroptionen in der Liste der Urgent Actions bei Amnesty

Filter der Urgent Actions, dessen Darstellung wir mit Zeix erarbeitet haben.

 

Zudem zeigen wir die Fälle mit Musterbrief an. Dies beruht auf der Erfahrung, dass mindestens anderthalb mal soviele Briefe geschrieben werden, wenn eine Vorlage zur Verfügung steht.  

 

Responsive Webdesign hilft, noch mehr auf den Punkt zu kommen.

Derzeit konzipieren wir die nächste Version unserer Website im Responsive Design. Ressourcenbedingt dürfen sich NGO-Websites ja in etwas langsamerem Rhythmus relaunchen, was uns Zeit lässt, Neuerungen erstmals bei andern anzusehen, zu beurteilen und davon adaptiert zu übernehmen, was «usable»  macht. Auch profitieren wir von Amnesty-internationalen Skillshares, dem losen Austausch unter den Webleuten schweizerischer NGOs und indirekt von der gut strukturierten Community unseres CMS «Plone».

Dabei kommt mir der folgende Satz von Steve Krug öfters in den Sinn: «Omit unnecessary words». Responsive Webdesign hat bei uns erfrischende Vereinfachungs-Prozesse ausgelöst, bei denen man «den Kern der Sachen» herausschälen muss. Unmöglich, dass die Usability nicht davon profitieren wird.

 


Schöne Bühne für ein engagiertes Publikum

Beitrag von Matthias Böhni, Chefredaktor ref.ch zum Thema «Engagement durch gute User Experience», World Usability Day 2014

Der Relaunch unseres Portals www.ref.ch war ein Quantensprung in neue Usability-Sphären. Vorher war die Site starr, vollgestopft, ein visueller Matsch. Wo beginnen mit Lesen, wo hinschauen? Keine Ahnung. Danach: Alles aufgeräumt, luftig-klare Ordnung: Wer Hintergrund will, findet ihn schnell, Aktualität sowieso. Facebook, Twitter, Newsletter: Alles da. Und neu haben wir viel mehr Bilder! Sie ordnen, gewichten und animieren zum Schauen und Lesen.

Unsere Leserschaft ist per se engagiert: professionelle Kirchenmitarbeitende plus viele ehrenamtliche Mitarbeiter nutzen die Website als Informations- und Arbeitsmittel und melden sich auch, wenn ref.ch ihren Ansprüchen nicht gerecht wird.

Auf der Site haben wir neu eine interaktive Karte, die erstmals alle reformierten Schweizer Kirchgemeinden zeigt – ein sehr userfreundliches Novum. Die Zahlen zeigen: Sie wird auf den Hintergrundseiten mit Abstand am meisten genutzt.

Die schöne neue Bühne braucht allerdings auch viel Inspiration und Transpiration von uns Redaktoren. Aber es lohnt sich; die Reaktionen sind jedenfalls durchwegs positiv. Dass die Site ihre Aufgabe erfüllt, mehr Engagement auszulösen, zeigen die steigenden Zahlen bei den Facebook-Followern, und -Likern sowie den Newsletter-Abonnenten. Und die gut präsentierten Inhalte erzeugen zunehmend substanzielle Diskussionen auf den Social Media-Kanälen.

Artikelseite auf ref.ch mit Kommentaren

Mehr Lust auf Diskussion erreicht die schöne neue Bühne von ref.ch

 


Der User Experience Monat im Überblick

Früher gabs einen einzelnen Welt Usability Tag. Heute hat die User Experience so viele Aspekte und Anwendungsfälle, dass sich locker der Monat November mit Events zum Thema füllen lässt.

mehr »


Wo bleibt der Mensch? – Epilog zum Vortrag am eHealth Summit

Mit dem Update des Apple Betriebssystems auf iOS 8 ist sie auf vielen Geräten einfach da: die Apple Health App – und damit ein weiterer Baustein für die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Es gibt ja Stimmen, die meinen, dass die Technisierung im Gesundheitswesen dazu führt, das der persönliche Kontakt zwischen Arzt (oder Pflegeperson) und Patient langsam verloren geht. Ärzte und Pfleger verbringen mehr Zeit am Computer und reden weniger mit dem Patienten. Dadurch gehen wichtige Informationen verloren, die man nicht messen und in Zahlen ausdrücken kann.

Aber das muss nicht so sein! mehr »


eHealth Summit: Digitalisierung als Allheilmittel?

Eines der grossen Themen beim eHealth Summit letzte Woche in Bern war die Digitalisierung von Daten. In mehreren Vorträgen wurden die Einsparungsmöglichkeiten gepriesen, oft mit gigantischen Zahlen (z.B. CHF 100 Mio. und mehr Einsparpotential durch elektronische Datenübermittlung).

Gleichung «alles Digital dokumentieren = Sparen» funktioniert  nicht

Mich hat überrascht, wie stark solche Projekte durch die IT geprägt werden.  Dass durch Digitalisierung die Arbeit nicht automatisch effizienter und sicherer wird (oft genug sogar das Gegenteil) ist in anderen Branchen bereits aus vielen gescheiterten IT-Projekten bekannt.  mehr »


Small Screen User Experience

Smartwatch und Google Glass – der kleine Bildschirm liegt im Trend. Naturgemäss zeigt er wenige, aber wichtige Informationen an. Wie also soll die perfekte User Experience im Miniformat aussehen?

Sprachinteraktion

Am ersten UXCamp der Schweiz veranstalteten wir einen Workshop zum Thema «Small Screen User Experience», in welchem mehrere Gruppen von UX-Experten Designvarianten für eine Smartwatch-App erarbeiteten. Die App sollte bei einem alltäglichen Anwendungsfall helfen: Beim Kochen nach Rezept. Wir bedienten uns dabei der Methode «Design Charrette» (siehe Kasten), um schnell zu guten Resultaten zu kommen. mehr »


Vom Hausarzt zum Spital: Zuweisermanagement leicht gemacht

Wenn Patienten ins Spital gehen, braucht es viel Kommunikation zwischen dem zuweisenden Arzt und dem Spital. Auch andere Therapeuten sowie letztlich die Krankenkasse brauchen gewisse Daten der Patienten. Dafür haben sich in letzter Zeit die so genannten Zuweiseportale etabliert.

Spitäler haben ein Interesse daran, selbst Zuweiserportale zu betreiben. Denn dadurch wird es einerseits für die zuweisenden Ärtzte attraktiver, jeweils mit dem gleichen Spital zusammen zu arbeiten, und andererseits können die Spitäler damit Kosten senken. Damit diese Ziele erreicht werden, muss das Zuweiserportal benutzerfreundlich sein: d.h. realen Arbeitsabläufen entsprechen und intuitiv bedienbar sein. mehr »


Activity Tracker im Test, Teil 3: Nicht für die Ewigkeit

Bürotag, Wandertag, Sonntag im Bett

Die Testuser benutzten die Activity Tracker ein knappes halbes Jahr lang (vgl. Teil 1, Schwer ist aller Anfang und Teil 2, Alltagstauglich ja, aber wirksam?). Als wir sie erneut befragten, waren bereits einige Geräte kaputt oder verloren, was besonders beim Gürtelclip leicht passiert. Bei denen, die noch ein funktionierendes Gerät hatten, gab es immerhin drei Enthusiasten, die ihren Tracker jeden Tag benutzen. Die anderen hatten ihn inzwischen abgelegt. Ist also der Effekt nur kurzfristig? mehr »


Seite: 1 2 3 ... 45 weiter

www.zeix.com